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Die empirische Religionspsychologie als Zweig der Religionswissenschaft

Bibliographic Data

ID13823940
AuthorsWilhelm Keilbach (München, corresponding author)
Year1962
Volume7
Issue1
Pages13-30
Publication date1962-01-01
Peer ReviewedYes
Open AccessYes
TypeARTICLE
VenueArchive for the Psychology of Religion (JOURNAL)
Journal identifiersISSN: 0084-6724 • E-ISSN: 1573-6121
PublisherSAGE Publishing (PUBLISHER • US)
DOI10.1163/157361262x00034
OpenAlexW2002733777
LanguageDE
Citations received1

Das Wort „Religionspsychologie hat guten Klang. Wie aber steht es mit dem Anspruch religionspsychologisdier Untersuchungen auf Wissen schaftlichkeit? Und weiter: Wenn es eine Religionspsychologie als Wissen schaft gibt, wo ist ihr Ort im Gefuge der Religionswissenschaft? Und schlies lich: Was vermag die Religionspsychologie uberhaupt zu leisten, wenn sie ihr Metier richtig betreibt? Diese Fragen mussen heute neu gestellt und darum auch neu beantwortet werden, selbst auf die Gefahr hin, das das Bemuhen um die Losung dieses Strukturproblems manchem Leser als abstraktes Grundsatzprogramm er scheint. Zu beachten sind namentlich die Gesichtspunkte, die eine genaue Grenzziehung zwischen ReligionspsycAo/ogie, Rellgionspbanomenologie und Religions philosophie ermoglichen. Auf zwei Umstande sei besonders hinge wiesen. Erstens auf die Tatsache, das allgemein angenommen wird, die Ab grenzung der Religionspsychologie als empirischer Wissenschaft von der Re ligionsphilosophie als Metaphysik sei methodisch geklart; trotzdem wird diese Abgrenzung vielfach ubersehen. Zweitens begegnet man der Auffas sung, die Religionsphanomenologie habe sich mit der Aufgabe einer „Be standsaufnahme zu beschaftigen, wahrend sich die Religionspsychologie in die Rolle nachtraglicher Berichtigung und Erganzung zu schicken hatte. Erinnert sei vor allem an die Tatsache, das die philosophische Gottes frage, die in der „naturlichen (namentlich seit Suarez) oder „Theodizee (seit Leibniz) behandelt worden war, in der nadhkantischen Zeit des protestantischen Schrifttums zum Gegenstand der „Religionsphilo sophie gemacht wurde. In einem bestimmten Sinn war damit eine Um pragung der „naturlichen in „Religionsphilosophie erfolgt. Er schien damit die Weiterbehandlung der philosophischen Gottesfrage fur die einen gesichert, so erklarten andere, am radikalsten wohl die Vertreter der „dialektischen Theologie, dieses Anliegen als Anmasung und bestritten die sem jede Legitimitat. Letzteres bedeutete die Verneinung der „naturlichen Theologie, aber auch der „Religionsphilosophie — als Wissenschaft. Eine Verneinung von der Theologie (bzw. von der Offenbarung) her! Erinnert sei des weiteren an die Tatsache, das in der zweiten Halfte des vorigen Jahrhunderts durch die Anwendung der „historischen Methode auf den verschiedensten Gebieten geisteswissenschaftlicher Forschung beacht liche Ergebnisse erzielt wurden. Die Erforschung der Religion im Sinne der

Humanities · Political science · Philosophy · Psychoanalysis and Social Critique · Psychology · Religion, Theology, and Education · Religious, Philosophical, and Educational Studies

  • Religionswissenschaft or Religiology

    Reinhard Pummer•Numen•1972

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Citations per year0,02
Citation span1972 - 1972 (1)
Citation velocityhistorical
Highly citedNo
Citation typesNeutral: 1

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