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Sinus-Jugendstudie Wie ticken Jugendliche

Bibliographic Data

ID19959612
AuthorsJana Schröpfer (corresponding author)
Year2016
Volume60
Issue3
Pages2-2
Publication date2016-06-13
Open AccessYes
TypeARTICLE
Venuemerz | medien + erziehung (JOURNAL)
Journal identifiersISSN: 0176-4918 • E-ISSN: 0176-4918
PublisherOAPublishing Collective (PUBLISHER)
DOI10.21240/merz/2016.3.1
OpenAlexW4404818049
LanguageEN
Citations received2

Die Jugend gibt es nicht: Deutsche Jugendliche leben in unterschiedlichen Lebenswelten, dennoch rücken sie vermehrt zusammen. Gezielte Abgrenzungen zur vorhergehenden Generation verlieren an Bedeutung und 'Mainstream' bekommt eine positive Bedeutung: Jugendliche möchten dazugehören, so sein 'wie alle', und folgen daher mehrheitlich einem Wertekanon, der den Wunsch nach Halt und Orientierung ausdrückt und beispielsweise Gemeinschaft, Familie und Sicherheit in den Vordergrund stellt. Zu diesen Ergebnissen kommt die Jugendstudie der SINUS Markt- und Sozialforschung GmbH, die im Auftrag der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz, Bund der Deutschen Katholischen Jugend, Bundeszentrale für politische Bildung, Deutsche Kinder- und Jugendstiftung und VDV-Akademie Themen wie Digitale Medien, Mobilität, Umweltschutz, Liebe und Partnerschaft, Glaube und Religion, Geschichtsbilder, Nationalität sowie Flucht und Asyl untersucht hat. In 87 Tiefeninterviews mit 14- bis 17-Jährigen geht es um die Exploration der vielfältigen Lebenswelten deutscher Jugendlicher, um ihre Grundwerte und um ihre Einstellungen. Es zeigt sich, dass neben teilweise bestehenden Vorbehalten ein Großteil der Jugendlichen Vielfalt in der Gesellschaft akzeptiert und vor dem Hintergrund von Flucht und Asyl eine Willkommenskultur unterstützt. Viele Jugendliche, ganz gleich ob Deutsche oder Befragte mit Migrationshintergrund, sind sich einig, dass soziale Werte wie Freiheit, Aufklärung und Toleranz geschätzt werden müssen, weil sie die Grundlage für ein 'gutes' Leben darstellen – neben materiellen Werten wie Status und Besitz sowie der eigenen Selbstverwirklichung. Im Schwerpunktthema der Digitalen Medien zeigt sich bei den Befragten eine 'Digitale Sättigung'. Die Durchdringung des jugendlichen Alltags mit digitalen Medien hat einen Höhepunkt erreicht, die bedingungslose Faszination schwindet und erste Wünsche nach Entschleunigung werden geäußert. Die 14- bis 17-Jährigen wissen um die Risiken ihrer Internetnutzung und wünschen sich Hilfestellungen von Schule und Staat, vor allem in Bezug auf Datenschutz: Sie wollen sich sicher, aber dennoch frei im Internet bewegen. In den jugendlichen Lebenswelten sind digitale Kompetenzen unterschiedlich ausgeprägt, gerade in bildungsnahen Gruppen wird kompetenter Medienumgang als wichtige Aufgabe angesehen, um die soziale und berufliche Zukunft zu meistern. www.wie-ticken-jugendliche.de

Linguistic Education and Pedagogy · Organizational Management and Change · Psychology · Sociology and Education Studies

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