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Sekundärpatriarchalismus

Patriarchat in Industriegesellschaften

Bibliographic Data

ID20040632
AuthorsUrsula Beer (corresponding author)
Year2008
Pages59-64
Publication date2008-01-01
Open AccessNo
TypeCHAPTER
VenueHandbuch Frauen- und Geschlechterforschung (SOURCE_BOOK)
PublisherVS Verlag für Sozialwissenschaften (PUBLISHER • DE)
DOI10.1007/978-3-531-91972-0_7
OpenAlexW1558347191
ISBN9783531919720
LanguageEN
Citations received2

Das feministische Konzept des Sekundärpatriarchalismus (vgl. Beer 1990, Beer/Chalupsky 1993) liefert eine analytische Begründung für die letztlich erstaunliche Durchschlagskraft und Zählebigkeit geschlechtsspezifischer Arbeitsteilungen. Die Geschlechtsspezifik in der primären Zuweisung von entgeltlicher und unentgeltlicher Arbeit an jeweils eines der beiden Geschlechter (vgl. Beer 1984) hat zur Folge, dass Frauen, die diesem Modell voll entsprechen, als „Lohn“ für ihre Arbeit allenfalls auf „Liebe“ rechnen dürfen (Bock/Duden 1977), verknüpft mit ehelichfamilialem Unterhalt und abgeleiteten Ansprüchen an die Systeme der sozialen Sicherheit (vgl. Ostner 1995). Die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung, die Frauen vorrangig auf unentgeltliche Arbeit in der Familie festlegt, entbindet diese jedoch keineswegs vom Zwang zur Aufnahme von Erwerbsarbeit, wenn die familiale Existenzsicherung das erfordert. Frauen befinden sich damit von vornherein im Nachteil gegenüber Männern, denn auf diese Weise wird ihnen der Zugang zu einer hochbedeutsamen gesellschaftlichen Ressource verwehrt oder erschwert: Geld als Medium einer Tausch- und Warengesellschaft. Wer nicht über Vermögenswerte verfügt und sie zum Lebensunterhalt einsetzen kann, muss ihre oder seine Existenz mit der Aufnahme und Ausübung von Erwerbsarbeit sicher stellen

Gynecology · Humanities · Medicine · Philosophy · Sociology and Education Studies

  • Kapitalismus und Gender. Eine Auseinandersetzung mit der kapitalismuskritischen Intersektionalitätsforschung

    Open Access•K Kraemer, Philipp Korom et al.•Berliner Journal für Soziologie•2012

  • Feministische- und Geschlechtertheorien

    Paula-Irene Villa•Handbuch Geschlechterforschung…•2012

Citations per year0.14
Citation span2012 - 2012 (1)
Highly citedNo

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