Was wir in der Schule lernen
Bibliographic Data
| ID | 20054794 |
|---|---|
| Authors | Christoph Leser (corresponding author) |
| Year | 2011 |
| Pages | 63-74 |
| Publication date | 2011-01-01 |
| Open Access | No |
| Type | CHAPTER |
| Venue | Politische Bildung in und Durch Schule (SOURCE_BOOK) |
| Publisher | VS Verlag für Sozialwissenschaften (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.1007/978-3-531-93366-5_4 |
| OpenAlex | W116623815 |
| ISBN | 9783531933665 |
| Language | EN |
| Citations received | 3 |
In einer gesellschaftlich aufgegebenen Doppelfunktion hat die Schule gleichermaßen der Bildung wie der Vergesellschaftung des Menschen zu dienen. Sozialisation lässt sich schultheoretisch also nicht nur als ein latent sich vollziehender Prozess im Sinne einer nicht kontrollierten Nebenwirkung beschreiben, vielmehr ist der Schule die Organisation solcher Prozesse explizit aufgegeben. So geraten Schulsysteme als „Institutionen der gesellschaftlich kontrollierten und veranstalteten Sozialisation“ (Fend 1974, S. 7) in den Blick. Erziehung zielt auf die Vergesellschaftung der Schüler. Im Sinne einer solchen „manifesten“ Sozialisation sorgt die Schule für die Vermittlung bestimmter Verhaltensnormen und versucht diese im erzieherischen Umgang mit den Schülern als verbindliche durchzusetzen. Dies geschieht durch das direkte erzieherische Einwirken der Lehrer auf die Schüler. Es ist jener Teil des „heimlichen Lehrplans“ (vgl. hierzu: Zinnecker 1975 und 1978), der alles andere als heimlich, sondern allen Beteiligten sehr wohl bekannt ist. Solche Erziehung emergiert wohl am deutlichsten in Klassenregeln, die von allen Mitgliedern der Klassengemeinschaft als verbindlich anzuerkennen sind und zur Mahnung für alle sichtbar im Klassenraum aufgehängt werden
Humanities · Political science · German legal, social, and political studies · Philosophy · Psychology, Coaching, and Therapy · Sociology and Education Studies
| Citations per year | 0.11 |
|---|---|
| Citation span | 1999 - 2008 (10) |
| Highly cited | No |