Soziale Arbeit und soziale Probleme
Bibliographic Data
| ID | 20062839 |
|---|---|
| Authors | Silvia Staub‐bernasconi (corresponding author), Silvia Staub-Bernasconi |
| Year | 2002 |
| Pages | 245-258 |
| Publication date | 2002-01-01 |
| Open Access | No |
| Type | CHAPTER |
| Venue | Grundriss Soziale Arbeit (SOURCE_BOOK) |
| Publisher | VS Verlag für Sozialwissenschaften (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.1007/978-3-322-91357-9_12 |
| OpenAlex | W4233983204 |
| ISBN | 9783322913579 |
| Language | DE |
| Citations received | 2 |
| References cited | 5 |
Die Gründe, der Sozialen Arbeit Disziplin- und Professionswürdigkeit abzusprechen, sind unerschöpflich (vgl. u. a. Bommes/Scherr 2000, S. 225–246). Die Schlussfolgerung dabei ist meist die, den Begriff Soziale Arbeit als eine Sammelkategorie für verschiedenste Praxisfelder zu bezeichnen. Bemerkenswert ist, dass sich die Argumente trotz international gegenteiliger Evidenz hartnäckig halten, was keine sachbezogenen, sondern vielmehr statuspolitische Gründe haben dürfte.1 Interessant in nun aber, dass man auch einer Theorie Sozialer Probleme auf Grund der Heterogenität ihres Gegenstandes oft die Möglichkeit eines relevanten Beitrages zur human- und sozialwissenschaftlichen Theoriebildung abspricht und Soziale Probleme als Sammelbezeichnung für spezielle Soziologien wie die Armuts-, Kriminal-, Medizin-, Behindertensoziologie betrachtet (kritisch hierzu Albrecht/Groenemeyer/Stallberg 1999, S.9). Auch wenn es unbestritten ist, dass ein einzelnes Soziales Problem keine hinreichende Basis für die Entwicklung einer Gesellschaftstheorie sein kann, sei doch an Folgendes erinnert: die Fragestellungen einer Soziologie Sozialer Probleme gehören bis heute zum klassischen Repertoire der sozialwissenschaftlichen Forschung und Theoriebildung. So sei an die Arbeiten von K. Marx zur „Sozialen Frage“, an E. Durkheims Suicide, an die Beiträge von G. Simmel über Armut, Fremdheit, an die Beiträge der Chicagoschule zu Sozialen Problemen als Folge von Migration, Urbanisierung und Gangbildung von J. Addams u. a., R. E. Park/E. W. Burgess, W. I. Thomas/F. Znaniecki, W. F. M. Thrasher und schließlich an die klassische Studie „Die Arbeitslosen von Marienthal“ (Jahoda/Lazarsfeld/Zeisel 1933) erinnert
Humanities · Sociology · German Social Sciences and History · Innovation, Technology, and Society · Philosophy · Sociology and Education Studies
| Citations per year | 0.14 |
|---|---|
| Citation span | 2012 - 2014 (3) |
| Highly cited | No |