Ethnographie mit System am Beispiel von Englischen Strafverfahren
Bibliographic Data
| ID | 20074422 |
|---|---|
| Authors | Thomas Scheffer (0000-0002-3353-5082, Humboldt-Universität zu Berlin, corresponding author) |
| Year | 2010 |
| Pages | 141-160 |
| Publication date | 2010-01-01 |
| Peer Reviewed | Yes |
| Open Access | No |
| Type | CHAPTER |
| Venue | Die Methodologien des Systems (SOURCE_BOOK) |
| Publisher | VS Verlag für Sozialwissenschaften (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.1007/978-3-531-92435-9_8 |
| OpenAlex | W2121057909 |
| ISBN | 9783531924359 |
| Language | DE |
| Citations received | 6 |
| References cited | 18 |
Meine ethnographische Diskursanalyse zum „Adversarial Case-Making“ (Scheffer 2010) in Englischen Crown Court Verfahren pflegt ein ambiges Verhältnis zu Luhmanns Systemtheorie. Einerseits weist sie die Reduzierung des sozialen Vollzugs auf jeweils nur ein fokales System, eine Prozessstruktur, eine Codierung zurück; andererseits nutzt sie gerade diese systemtheoretische Prägnanz zur analytischen Rekonstruktion des Geschehens – auch über Teilnehmerperspektiven hinaus. Das Geschehen, so lehrt die Ethnographie seit Geertz (1973), erfordert dichte Beschreibungen, weil Bedeutungsrahmen übereinander und ineinander geschoben und verwoben sind. Teilnehmer manövrieren und orientieren sich in einem Bedeutungsgeflecht, oder, mit Goffman (1974), kombinieren und modulieren Sinn produzierende Rahmen. Die dichte Beschreibung ist Ausdruck der Vieldeutigkeit, in die sich auch eine naturalistische Ethnographie verstrickt, will sie die praktischen Vollzüge vor Ort und das lokale Wissen der Teilnehmerinnen nachvollziehen. Das Feld der Ethnographie gestaltet sich als ein verwirrend komplexer, vielschichtiger und schwer zu identifizierender Zusammenhang
Art · Humanities · Consumer behavior in food and health · Law in Society and Culture · Sociology and Education Studies
Entscheiden als Problem der Geschichtswissenschaft.
Die Interaktionsordnung strafrechtlicher Hauptverhandlungen
Das Publikum und die Ausdifferenzierung eines Verfahrenssystems. Eine verfahrenssoziologische Analyse der Schlichtung zu „Stuttgart 21“
Zur Funktion informeller Kommunikation in Gerichtsverfahren am Beispiel des deutschen Strafverfahrens
Im Namen der Sicherheit“ – Staatsschutzprozesse als Orte politisch-geographischer Forschung, dargestellt an Beispielen aus Gerichtsverfahren gegen Kämpfer und UnterstützerInnen der Terrororganisation „Islamischer Staat“
Organisation und Verfahren. Zum Veranstaltungsproblem von Verfahren
Inside Plea Bargaining
The Interpretation of Cultures
Frame analysis
Pragmatics of human communication
How Courts Know
The Microformation of Criminal Defense
Das Gespräch als selbstreferentielles System
The Sequential Production of Social Acts in Conversation
Reproducing Rape
Funktionen und Folgen formaler Organisation
Uncertain Communications
Event and Process
Aramis
On procedural discoursivation - or how local utterances are turned into binding facts
Normal Crimes
| Unique citing works | 6 |
|---|---|
| Citations per year | 0,67 |
| Citation span | 2017 - 2020 (4) |
| Citation velocity | historical |
| Highly cited | No |
| Citation types | Neutral: 6 |