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Informelle Lernkulturen in Online-Communities. Mediale Rahmungen und rituelle Gestaltungsweisen

Bibliographic Data

ID20079162
AuthorsBenjamin Jörissen (0000-0002-0695-5890, corresponding author)
Year2007
Pages184-219
Publication date2007-12-06
Peer ReviewedYes
Open AccessNo
TypeCHAPTER
VenueLernkulturen im Umbruch (SOURCE_BOOK)
PublisherVS Verlag für Sozialwissenschaften (PUBLISHER • DE)
DOI10.1007/978-3-531-90456-6_7
OpenAlexW3934538
ISBN9783531904566
LanguageDE
Citations received3

Es ist bekannt, dass das Internet zu einem nicht geringen Teil als ein großer jugendkultureller Erlebnisraum betrachtet werden kann (Vogelgesang 2000). Wie die jährlich aktualisierten "Jugend-Information-Multimedia"-Studien (Medienpäd. Forschungsverbund 2005) immer wieder zeigen, stellt das Spielen im Internet für viele Jugendliche — neben anderen Tätigkeiten wie etwa Chatten, Musikdownload oder Informationsbeschaffung im Bereich jugendnaher Themen—einen wichtigen Aspekt dar. Wir kennen auf der anderen, weniger ludischen Seite die Neuen Medien als Plattform für e-Learning-Umgebungen, die mal mehr, mal weniger erfolgreich vor allem der Ergänzung und Optimierung der vorhandenen institutionellen, etwa schulischen Lernkulturen dienen sollen. Weniger bekannt ist das Internet bisher als ein Ort, an dem sich informelle jugendliche Lernkulturen formieren. Mehr und mehr wird speziell das Internet zu einem kommunikativen Ort, an dem Welt- und Selbstbezüge ausgeprägt und Wissensbestände modifiziert und erweitert werden (Marotzki 2004; Hagedorn 2003). Damit ist weniger die individuelle Wissenserweiterung gemeint, also etwa die Verwendung des Internet als Lernmedium zu Recherchezwecken etc., sondern vielmehr die Tatsache, dass das Internet immer mehr zu einem Ort kollektiver Bemühungen um Lernen und Wissenserweiterung wird. "Netsurfers don't ride alone" (Wellmann 1999) — was bereits für die frühe Phase des World Wide Web galt, hat sich in den letzten Jahren zu einem Boom von Online-Communities und sozialen Netzwerken entwickelt, der mediengeschichtlich, was den Zuwachs an Kommunikations- und Kollaborationsmöglichkeiten angeht, seinesgleichen sucht (vgl. Jörissen/Marotzki 2007) und der eine Vielzahl neuer medialer Lernkulturen hervorbringt

Art · Humanities · Political science · Education Methods and Technologies · Linguistic Education and Pedagogy · Sociology and Education Studies

  • Communicative Figurations

    Andreas Hepp, Andreas Breiter et al.•Communicative Figurations•2018

  • Informelles Lernen und digitale Spaltung

    Open Access•Stefan Iske, Alexandra Klein et al.•Handbuch Informelles Lernen•2016

  • Dinge und Raum in der qualitativen Bildungs- und Biographieforschung

    Open Access•Anja Tervooren, Robert Kreitz•Dinge und Raum in der qualitativen…•2017

Unique citing works3
Citations per year0,3
Citation span2016 - 2018 (3)
Citation velocityhistorical
Highly citedNo
Citation typesNeutral: 3

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