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Bürgerengagement und aktivierender Staat

Bibliographic Data

ID20081998
AuthorsBernhard Blanke (Ruhr University Bochum), Henning Schridde (Martin Luther University Halle-Wittenberg)
Year2001
Pages93-140
Publication date2001-01-01
Peer ReviewedYes
Open AccessNo
TypeCHAPTER
VenueBürgerengagement in Deutschland (SOURCE_BOOK)
PublisherVS Verlag für Sozialwissenschaften (PUBLISHER • DE)
DOI10.1007/978-3-663-09452-4_4
OpenAlexW66298546
ISBN9783663094524
LanguageDE
Citations received2
References cited11

Im Verlauf der Debatte um die „Modernisierung des Wohlfahrtsstaates“ wurde der Begriff der „Aktivierung“ von verschiedenen Autoren hierzulande nahezu zeitgleich ins Spiel gebracht. Dabei wurden verschiedene Perspektiven gewählt. Während in Anknüpfung an Etzionis Konzept der aktiven Gesellschaft gefordert wird, „vom Primat der Gesellschaft“ auszugehen (vgl. Dettling 1995), richtet sich der Blick im Konzept des Wohlfahrtspluralismus (vgl. Evers/Olk 1996) eher auf das Zusammenspiel verschiedener Teilsysteme der „Wohlfahrtsproduktion“, ihrer Steuerungsstrukturen und der Frage nach der staatlichen Verantwortung. Dieser Frage wird im Konzept des Aktivierenden Staates1 besonderes Gewicht gegeben. Alle Perspektiven erhielten Impulse aus der angelsächsischen Debatte, in welcher einerseits Konzepte des „Empowerment“ in vielen Bereichen, von der Kommunalpolitik bis zu einzelnen Feldern der Sozialpolitik, schon längere Zeit breit diskutiert und praktiziert wurden; in welcher andererseits für die Politik auf verschiedenen Ebenen der Begriff der „enabling authority“ (vgl. Stewart 1989) geprägt wurde. Durch eine neue Verantwortungsteilung sollen die Modernisierungspotentiale gefördert werden, ohne daß die öffentliche (staatliche) Verantwortung für zentrale Probleme der gesellschaftlichen Wohlfahrt aufgegeben wird. Differenziert wird jedoch nach der Gewährleistungs-, Finanzierungs- und Durchführungsverantwortung (vgl. Blanke/v. Bandemer 1999), die je unterschiedlich verteilt werden können und sollen. In diesem Zusammenhang spielt auch die Frage nach einem möglichen bürgerschaftlichen Engagement eine wesentliche Rolle. Zumeist wird es nur gefordert; oftmals wird bezweifelt, daß es überhaupt noch existiert; im Gegenzug wird es wiederentdeckt; häufig wird problematisiert, ob „die Bürger“ auch unter (fiskalischen) Knappheitsbedingungen bereit sind, „mehr Verantwortung“ zu übernehmen

Humanities · Political science · Economic and Social Issues · Philosophy · Public Administration and Political Analysis · Sociology and Education Studies

  • Der Handlungsbedarf für eine bürgerschaftliches Engagement fördernde Verwaltungsreform

    Susanne Baer•Bürgerschaftliches Engagement und…•2002

  • Una ciudad en busca de un gobierno

    Open Access•Tomás Chuaqui H, Patricio Valdivieso et al.•Revista de ciencia política•2004

  • Shifting involvements

    Albert Otto Hirschman•Shifting involvements : private…•2002

  • Prozessuale Ungleichheit

    Helga Krüger•Sozialstruktur und Lebenslauf•1995

  • Wohlfahrtspluralismus

    Open Access•Adalbert Evers, Thomas Olk•Wohlfahrtspluralismus•1996

  • Der innovative Staat

    Open Access•David Osborne, Ted Gaebler•Der innovative Staat•1997

  • Zwischen Integration und Ausgrenzung

    Susanna Burghartz•L Homme•1997

  • The Enabling State

    Gerald Turkel, Neil Gilbert et al.•Contemporary Sociology A Journal…•1991

  • Instruments of Government? Voluntary sector boards in a changing public policy environment

    Margaret Harris•Policy & Politics•1998

Unique citing works2
Citations per year0,08
Citation span2002 - 2004 (3)
Citation velocityhistorical
Highly citedNo
Citation typesNeutral: 1

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