Prozessuale Ungleichheit
Bibliographic Data
| ID | 20043930 |
|---|---|
| Authors | Helga Krüger (corresponding author) |
| Year | 1995 |
| Pages | 133-153 |
| Publication date | 1995-01-01 |
| Peer Reviewed | Yes |
| Open Access | No |
| Type | CHAPTER |
| Venue | Sozialstruktur und Lebenslauf (SOURCE_BOOK) |
| Publisher | VS Verlag für Sozialwissenschaften (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.1007/978-3-322-99791-3_7 |
| OpenAlex | W4237718988 |
| ISBN | 9783322997913 |
| Language | EN |
| Citations received | 15 |
| References cited | 6 |
Empirische Befunde zur Ungleichheit in unserer Gesellschaft werfen neue Fragen zum Erklärungsgehalt und zur Reichweite klassischer Ungleichheitstheorien auf. Nach anfänglich zunehmender Konzentrierung auf Hierarchisierungen der Lebenslagen über die Berufsposition im Beschäftigungssystem — mit durchaus feststellbaren Angleichungseffekten zwischen Klassenund Schichttheoretikern (vgl. Berger/Hradil 1990) — diversifiziert sich das Bild: Die Identifizierung von „Ungleichheitsphasen“ im Lebenslauf (Berger 1990), regionalen Differenzen (Bertram et al. 1993), milieu- und altersspezifischen Lebensstilen (Lüdtke 1990) machen auf qualitativ andere Parameter sozialer Ungleichheiten aufmerksam. Dabei spielt die Entdeckung von „Geschlecht“ eine empirisch und theoretisch schwer integrierbare Rolle (vgl. Frerichs/Steinrücke (Hg.) 1993). So schreiben Beck/Beck-Gernsheim (1993: 185f.) in plastischer Deutlichkeit: „Im Bild der klassischen Industriegesellschaft werden kollektive Lebensformen wie russische Puppen ineinander verschachtelt gedacht. Die Klasse setzt die Kleinfamilie voraus, diese die Geschlechterrollen, diese die Arbeitsteilung zwischen Männern und Frauen, diese die Ehe. Klassen werden zugleich gedacht als die Summe von Kleinfamilienlagen, die sich untereinander gleichen und gegen andere ‚klassenspezifische Familienlagen‘ (z.B. die Oberschicht) abgrenzen.... Frauenerwerbstätigkeit schlägt in der Klassenanalyse somit entweder gar nicht ‚zu Buche‘ oder wird ‚weggemittelt‘.... Andersherum gesagt: Schon wer Männereinkommen und Fraueneinkommen getrennt jeweils zur Grundlage nimmt, muß das Bild einer gespaltenen Sozialstruktur zeichnen, die sich niemals mehr zu irgendeinem ‚Klassenbild mit Dame‘ vereinheitlichen läBt.“
Vom patriarchalen Diktat zur Aushandlung — Facetten des Wandels der Geschlechterrollen im familialen Generationenverbund
Soziale Ungleichheit
Dualization and Gender in Social Services
Institutionelle Dualisierung und Geschlecht
Arbeit, Beschäftigung und Arbeitsmarkt aus der Genderperspektive
Zur Vergesellschaftung des Alter(n)s im Kontext der Modernisierung
Biographieforschung in der Erwachsenenbildung
Bürgerengagement und aktivierender Staat
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Verhältnisbestimmungen
Soziale Ungleichheit
Identität oder „Biographizität“? Beiträge der neueren sozial- und erziehungswissenschaftlichen Biographieforschung zu einem Konzept der Identitätsentwicklung
Zwischen tertiärer Krise und tertiärer Zivilisation
Der Einfluss der beruflichen Geschlechtersegregation und beruflicher Arbeitszeitarrangements auf Teilzeitarbeit
Genre et contexte. Processus de désinstitutionnalisation et différenciation de genre
| Unique citing works | 15 |
|---|---|
| Citations per year | 0,54 |
| Citation span | 1998 - 2020 (23) |
| Citation velocity | historical |
| Highly cited | No |
| Citation types | Neutral: 15 |