Skip to main content

ETHNOS_APP

Home • Search • Journals • List 0

Identitäten und Dekonstruktionen

Bibliographic Data

ID20085451
AuthorsJörg Zirfas (0000-0003-2088-6569, corresponding author)
Year2001
Pages49-63
Publication date2001-01-01
Peer ReviewedYes
Open AccessNo
TypeCHAPTER
VenueDekonstruktive Pädagogik (SOURCE_BOOK)
PublisherVS Verlag für Sozialwissenschaften (PUBLISHER • DE)
DOI10.1007/978-3-663-09575-0_4
OpenAlexW198856286
ISBN9783663095750
LanguageEN
Citations received2
References cited7

Der Begriff der Identität nimmt in der sozial- und erziehungswissenschaftlichen Literatur heute immer noch einen wichtigen Raum ein. Allerdings haben sich die Schwerpunkte der Diskussion um Identität seit den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts auffällig verschoben. Wurde die Debatte um Identität in dieser Zeit vor allem durch den symbolischen Interaktionismus, die Soziologie und die Psychologie geprägt, die grosso modo die Frage nach den Bedingungen und Möglichkeiten personaler Identität stellten, so kann man heute eine Pluralisierung des Begriffs Identität selbst feststellen, wenn dieser im Rahmen der Genderforschung, den cultural studies, der Biographie- und Medienforschung oder auch der ästhetischen Bildungstheorie diskutiert wird. Zielten jene Theorien stärker auf prinzipielle, oft normative Konzeptionen von Identität — indem etwa die Notwendigkeit reziproker sozialer Beziehungen zum Aufbau von Identität betont wurde (Mead 1983) und die Integrationsleistungen des Individuums im Mittelpunkt standen (Krappmann 1971; Habermas 1995) oder indem Rollenkonzepte und die Problematik einer Identitätsdiffusion untersucht wurden (Goffman 2000; Erikson 1998) und die stigmatisierenden Effekte durch Identitätszuschreibungen Beachtung fanden (Goffman 1998; Foucault 1977) — so betonen die neueren Untersuchungen eher die Geschichtlichkeit der Kategorie Identität (Taylor 1999), den spezifischen Bezug zu bestimmten Praxisfeldern (gender, Kultur etc.: z.B. Butler 1991; Hildebrand/Sting 1995; Böhme 1997; Kristeva 1999; Schäfer 1999; Turkle 1999) und die Problematik des Begriffs selbst, dessen Möglichkeiten, Grenzen und Verweisungszusammenhänge rekonstruiert werden, ohne dass er als Kategorie aufgegeben würde (Jörissen 2000; Klika 2000)

Humanities · European history and politics · Philosophy · Sociology and Education Studies

  • Dekonstruktion als Haltung in sozialpädagogischen Handlungszusammenhängen

    Susann Fegter, Karen Geipel et al.•Differenzierung, Normalisierung,…•2010

  • Barriere

    Open Access•Hendrik Trescher•Sozialraum•2022

  • Identität im Übergang

    Open Access•Wolfgang Welsch•Von Chaos und Ordnung der Seele•1990

  • Pädagogik und Ethik

    Open Access•Jürgen Oelkers, Nina Oelkers et al.•Pädagogik und Ethik•2005

  • Was ist Neostrukturalismus

    Robert C Holub, Manfred Frank•The German Quarterly•1986

  • Der Andere“ und „Das Andere“ als Problem und Aufgabe der Erziehung und Bildung

    Dietrich Benner•Bildungstheorie und Bildungsforschu…•2011

  • Zeitschrift für Erziehungswissenschaft

    Open Access•Annette Scheunpflug, Christoph Wulf•Biowissenschaft und Erziehungswisse…•2006

Unique citing works2
Citations per year0,13
Citation span2010 - 2022 (13)
Citation velocityhistorical
Highly citedNo
Citation typesNeutral: 2

Tools

Open DOILibgen
Ethnos_APP • Open Source Project • MIT License • Frontend v2.0.0 • Privacy and Cookies • API Documentation: api.ethnos.app/docs • API Source Code: GitHub • DOI: 10.5281/zenodo.17049435 • Frontend Source Code: GitHub • DOI: 10.5281/zenodo.17050053 • cruz.rio.br • Expectantes Misericordiae