Kultur und Lebensstile
Bibliographic Data
| ID | 20086400 |
|---|---|
| Authors | Heiner Barz (Heinrich Heine University Düsseldorf, corresponding author) |
| Year | 2002 |
| Pages | 725-744 |
| Publication date | 2002-01-01 |
| Peer Reviewed | Yes |
| Open Access | No |
| Type | CHAPTER |
| Venue | Handbuch Bildungsforschung (SOURCE_BOOK) |
| Publisher | VS Verlag für Sozialwissenschaften (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.1007/978-3-322-99634-3_40 |
| OpenAlex | W1819985025 |
| ISBN | 9783322996343 |
| Language | EN |
| Citations received | 2 |
| References cited | 17 |
Seit den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts hat die sozialwissenschaftliche und auch die erziehungswissenschaftliche Beschäftigung mit Kultur und (Allgemein-)Bildung erneut Konjunktur. Nach Jahrzehnten, in denen man Bildung meist mit Hochkultur gleichsetzte und von beidem keinen Beitrag zur Demokratisierung der Gesellschaft meinte erwarten zu können, thematisiert die jüngere Diskussion Bildung unter neuen Vorzeichen. Vor allem in drei Perspektiven ist Sache und Begriff der Bildung in den wissenschaftlichen Diskurs zurückgekehrt. In der normativen Perspektive verbindet sich die kulturkritische Klage über den Verlust eines verbindlichen Kanons an Bildungsgütern mit Versuchen, einen solchen zu restituieren (am breitenwirksamsten vielleicht bei Schwanitz 1999). In theoretischer Perspektive wird die Aktualität des Bildungsbegriffs zwar unterschiedlich bewertet — aber immerhin wieder Gegenstand der erziehungswissenschaftlichen Publizistik (vgl. Lenzen 1997; Tenorth 1997; von Hentig 1997). In empirischer Perspektive finden sich neue Ansätze, die Ungleichheit der Bildungschancen auch im Hinblick auf ihre Einbettung in unterschiedliche Lebenswelten und sub- oder teilkulturelle Orientierungen zu erfassen (vgl. zusammenfassend Lüders 1997; Barz 2000). Der vorliegende Beitrag will Tradition, theoretische Grundlagen, Ergebnisse sowie Probleme und Perspektiven dieser neueren empirischen Forschungsrichtung vorstellen. Zentral ist dabei die Fortentwicklung der Ungleichheitsforschung vom Klassen- und Schichtparadigma zum Lebensstilparadigma, das vor allem in seiner Fassung als Modell der sozialen Milieus größeren Einfluss erlangt hat. Normative, theoretische und historische Perspektiven werden in anderen Beiträgen dieses Handbuchs ausführlich behandelt (vgl. z.B. Zedler, Tenorth bzw. Gerstenmaier in diesem Band) und hier deshalb nur knapp angesprochen
Humanities · Political science · European history and politics · German Social Sciences and History · Philosophy · Sociology and Education Studies
Soziale Ungleichheit in Deutschland
Lebensstil zwischen Sozialstrukturanalyse und Kulturwissenschaft
Lebensstil zwischen Sozialstrukturanalyse und Kulturwissenschaft
Lebenswelt, Lebenslage, Lebensstil und Erwachsenenbildung
Lebensstile ohne Frauen
Lebenswelt, Lebenslage, Lebensstil und Erwachsenenbildung
Sozialstruktur und Lebensstile
Bildung und Kultur
Die Erlebnisgesellschaft
Lebensstile in den Städten
Zwischen Integration und Ausgrenzung
Sozialstrukturanalyse in einer fortgeschrittenen Gesellschaft
Klasse und Geschlecht 1
Soziale Lage und Lebensstil
| Unique citing works | 2 |
|---|---|
| Citations per year | 0,1 |
| Citation span | 2005 - 2021 (17) |
| Citation velocity | historical |
| Highly cited | No |
| Citation types | Neutral: 1 |