Die Verfassung gesellschaftlicher Mehrwerte
Bibliographic Data
| ID | 21470193 |
|---|---|
| Authors | Gunther Teubner (0000-0002-2839-7578, Goethe-Universität Frankfurt Fachbereich Rechtswissenschaft Telemannstrasse 5, 60323 0049 (0)151 461 54021. https://www.jura.uni-frankfurt.de/42825790/Publikationsliste#articles_2017 Frankfurt Deutschland, corresponding author) |
| Year | 2021 |
| Volume | 40 |
| Issue | 1-2 |
| Pages | 117-150 |
| Publication date | 2021-04-27 |
| Peer Reviewed | Yes |
| Open Access | No |
| Type | ARTICLE |
| Venue | Zeitschrift für Rechtssoziologie (JOURNAL) |
| Journal identifiers | ISSN: 0174-0202 • E-ISSN: 2366-0392 |
| Publisher | Walter de Gruyter GmbH (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.1515/zfrs-2020-0005 |
| OpenAlex | W3154048026 |
| Language | EN |
| Citations received | 3 |
| References cited | 40 |
Der Artikel bestreitet das Alleinstellungsmerkmal des ökonomischen Profits in fortgeschrittenen kapitalistischen Gesellschaften und stellt die These auf, dass analoge Mehrwertzwänge ebenso im Recht und in anderen sozialen Bereichen wirken und diese auch nicht einfach ein Produkt ökonomischer Prozesse sind. Nicht nur die Ökonomie, sondern auch andere Funktionssysteme, darunter das Recht, zwingen ihre Operationen dazu, einen spezifischen – nun aber nicht-monetären – Mehrwert über ihre unmittelbare Sinnproduktion hinaus zu produzieren. Gegenstand der Mehrwertproduktion ist jeweils das systemspezifische Kommunikationsmedium – Macht, Wahrheit/Reputation, Geld, juridische Autorität und andere. Der Erfolg der unterschiedlichen Mehrwertzwänge ist verantwortlich für die immense Produktivität des Kapitalismus. Zugleich weisen diese Zwänge eine exzessive Ambivalenz auf: neben ihrer Produktivität haben sie eine destruktive dunkle Seite. Ähnlich wie die Profitzwänge in der Ökonomie verwirklichen die nicht-monetären Mehrwertzwänge im Recht und in anderen gesellschaftlichen Bereichen selbst- und fremddestruktive Tendenzen. Gegenstrategien des Rechts, welche die negativen Konsequenzen unterschiedlicher Mehrwertzwänge einzudämmen suchen, könnten sich von Karl Polanyis berühmten Konzept der fiktionalen Waren und ihrer Ersetzung durch Nicht-Markt-Institutionen inspirieren lassen. Die Rolle des Rechts wäre, eine gesellschaftsweite Reflexion über die Produktion und die Verteilung gesellschaftlicher Mehrwerte zu institutionalisieren, einschließlich der Mehrwerte des Rechts selbst
Humanities · Political science · Economic and Social Issues · Economic Theory and Institutions · Philosophy · Weber, Simmel, Sociological Theory
Violence and the Sacred
Muster
Recognizing Public Value
Medien und die Koordination des Handelns
Wissenschaft, Universität, Professionen
Reputation statt Wahrheit
Lebensform und Lehrform – oder
Niklas Luhmann
Selbststeuerung der Wissenschaft
Erfolg in der Wissenschaft
Die Gesellschaft der Gesellschaft
Organisation im Wirtschaftssystem
Max Weber
Die letzte Stunde der Wahrheit
Social Theory of Speed - About Hartmut Rosa, Beschleunigung. Die Veränderung der Zeitstruktur in der Moderne (Frankfurt, Suhrkamp, 2005)
Wissenschaft, Universität, Professionen
Zur Theorie der sozialen Interaktionsmedien
Irritation expertise
The Impossibility of Popular Justice
Die Wirtschaft der Gesellschaft als autopoietisches System
Zur Theorie und Typologie der Erfolgsmedien
Conflicts as Property
Law and Politics in Europe's Crisis
The power of money
Social capital and the added value of social relations
La force du droit
| Unique citing works | 3 |
|---|---|
| Citations per year | 0,75 |
| Citation span | 2022 - 2024 (3) |
| Citation velocity | recent |
| Highly cited | No |
| Citation types | Neutral: 3 |