Peer-to-Peer Arbeit von und für armutsbetroffene Personen
Eine literaturbasierte, partizipative und nutzer:innenorientierte Entwicklung eines Peer-to-Peer-Konzepts für die Armutsbekämpfung und -prävention in der Schweiz
Bibliographic Data
| ID | 21819704 |
|---|---|
| Authors | Emanuela Chiapparini (0000-0002-1796-088X, Institut für Soziale Arbeit, corresponding author), Patrizia Moser (Institut für Soziale Arbeit), Debora Turuani (Institut für Soziale Arbeit), Kevin Bitsch (Institut für Soziale Arbeit) |
| Year | 2026 |
| Publication date | 2026-07-07 |
| Open Access | Yes |
| Type | ARTICLE |
| Venue | Soziale Passagen (JOURNAL) |
| Journal identifiers | ISSN: 1867-0180 • E-ISSN: 1867-0199 |
| Publisher | Springer Science and Business Media LLC (PUBLISHER) |
| DOI | 10.1007/s12592-026-00583-w |
| OpenAlex | W7167626638 |
| Language | DE |
| References cited | 48 |
Peer-to-Peer-Arbeit ist in der Behindertenhilfe, der Suchtberatung sowie in der stationären Psychiatrie bereits als Ergänzung zu fachlichen Unterstützungsangeboten etabliert und erforscht. Hingegen bestehen für die Peer-to-Peer-Arbeit in der Armutsbekämpfung und -prävention erst einzelne Good-Practice-Beispiele. Ein systematisch ausgearbeitetes, theoretisch abgestütztes Peer-to-Peer-Konzept fehlt bislang. Gleichzeitig sind niederschwellige Unterstützungsangebote wie die Peer-to-Peer-Arbeit gefragt, um armutsbetroffene Personen zu erreichen und das verbreitete Phänomen des Nichtbezugs in der Schweiz zu bearbeiten. Der vorliegende Beitrag stellt ein Peer-to-Peer-Konzept vor, das literaturbasiert und mittels eines partizipativen und nutzer:innenorientierten Vorgehens entwickelt wurde, und beleuchtet damit verbundene Herausforderungen, auch in der Umsetzung. Dieses zusammen mit neun Peers ausgearbeitete Konzept wird von denselben Peers im Sommer 2026 in verschiedenen sozialen Organisationen in Bern, Biel und Neuenburg eingeführt. Im Beitrag werden die Erkenntnisse aus der partizipativen Entwicklung des Peer-to-Peer-Angebots vorgestellt und hinsichtlich der damit verbundenen Herausforderungen diskutiert. Der Beitrag basiert auf einem multidimensionalen Verständnis von Armut und knüpft an theoretische Ansätze des Capability Approach, des Service User Involvement und des Poverty-Aware Paradigm an. Die Konzeptentwicklung erforderte, dass die wissenschaftlichen Überlegungen mit lebensweltspezifischen Bedingungen verzahnt wurden. So zeigen die ersten Erkenntnisse, dass sich das Angebot der Peer-to-Peer-Arbeit nicht nur pro Stadt, sondern auch pro soziale Organisation, in der diese stattfinden, unterscheiden. Eine weitere Erkenntnis besteht in der Notwendigkeit des „doppelten Matchings der Peers“ für eine gelingende Peer-to-Peer-Arbeit, nämlich, dass die Peers an die jeweiligen sozialen Organisationen wie auch an die armutsbetroffenen Personen, die von ihnen begleitet werden, „anschlussfähig“ sind. Zudem waren im partizipativen Entwicklungsprozess verschiedene Spannungsfelder mitzudenken und zu bearbeiten. Damit erhalten nicht nur die Peers eine Stimme, sondern sie spiegeln den sozialen Organisationen sowie den Forschenden deren zeitlichen, finanziellen, rechtlichen und organisationalen Limitationen
Structure and agency · Digital Mental Health Interventions · Mental Health and Patient Involvement · Psychiatric care and mental health services · Social Work
Handbuch Diskriminierung
Dictionnaire de politique sociale suisse
The Action Research Planner
A systematic review of influences on implementation of peer support work for adults with mental health problems
Peer Support Among Adults With Serious Mental Illness
Poverty, depression, and anxiety
Patient-centred access to health care
Doing Inequality‘
Partizipative Forschung
Empowerment in der Sozialen Arbeit
Peer work and recovery
Peer Support for the Hardly Reached
Accessibility and Capabilities
Subjective wellbeing
To take or not to take? An overview of the factors contributing to the non-take-up of public provisions
Empowerment as guidance for professional social work
Peer support critical elements and experiences in supporting the homeless
Developing inclusive partnerships
How does peer similarity influence adult children caregivers' perceptions of support from peers? A mixed-method study
Poverty-Aware Social Work
Sen's Capability Approach as a framework to the practice of development
The stigma of claiming benefits
| Highly cited | No |
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