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Die Imaginierte Weiblichkeit

Exkurs zu Silvia Bovenschen

Bibliographic Data

ID23185180
AuthorsChristine Garbe (corresponding author)
Year1992
Pages114-127
Publication date1992-01-01
Open AccessYes
TypeCHAPTER
VenueDie ‚Weibliche‘ List im ‚Männlichen‘ Text (SOURCE_BOOK)
PublisherJ.B. Metzler (PUBLISHER • DE)
DOI10.1007/978-3-476-03448-9_6
OpenAlexW2568286610
ISBN9783476034489
LanguageDE
Citations received11

In der zweiten Hälfte der 70er Jahre tauchten im deutschen Sprachraum die ersten Auseinandersetzungen mit dem anglo-amerikanisch inspirierten Begriff des ‚Frauenbildes‘ auf.308 Während die Beiträge von Literaturwissenschaftlerinnen auf der ersten „Sommeruniversität für Frauen“ (1976 in West-Berlin) noch weitgehend im Zeichen der amerikanischen Theoriebildung standen309, brachte im Herbst 1976 die Zeitschrift Ästhetik und Kommunikation ein Heft zum Thema Frauen — Kunst — Kulturgeschichte heraus, in dem überwiegend der Frankfurter Schule nahestehende Autorinnen publizierten; u. a. erschien hier SILVIA BOVENSCHENS berühmt gewordener Aufsatz „Über die Frage: gibt es eine ,weibliche‘ Ästhetik?“ 310 Ebenfalls 1976 legte die Bremer Zeitschrift Alternative erstmals eine Auswahl poststrukturalistisch-feministischer Theorien französischer Provenienz in deutscher Übersetzung vor, mit Texten von H éléne C ixous , L uce I rigaray J ulia K risteva u. a. 311 Mitte der 70er Jahre erschienen auch die ersten profilierten Texte einer ,neuen Frauenliteratur‘.312 Die Implikationen dieser Texte für eine andere Sicht der Frau oder eine ,weibliche Ästhetik‘ wurden in Zeitschriften wie Kassandra, Courage oder Die schwarze Botin kritisch erörtert. 1979 bündelten sich Bestandsaufnahme wie Kritik des bisher Erreichten in zwei wichtigen Publikationen: in der von G abriele D ietze herausgegebenen Anthologie Die Überwindung der Sprachlosigkeit313 und in der Dissertation von SILVIA BOVENSCHEN zur imaginierten Weiblichkeit.314 Vor allem am Konzept von Bovenschen will ich im folgenden die Weiterentwicklung gegenüber dem Ansatz von KATE MILLETT erörtern, aber auch die (von heute aus sichtbaren) Grenzen einer der Frankfurter Schule verpflichteten feministischen Theoriebildung.

Art · Humanities · European history and politics · Philosophy

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Citations per year0.27
Citation span1985 - 2023 (39)
Highly citedNo

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