Wohnen
Bibliographic Data
| ID | 23246712 |
|---|---|
| Authors | Jürgen Hasse (Goethe University Frankfurt, corresponding author) |
| Year | 2012 |
| Pages | 475-502 |
| Publication date | 2012-01-01 |
| Peer Reviewed | Yes |
| Open Access | No |
| Type | CHAPTER |
| Venue | Handbuch Stadtsoziologie (SOURCE_BOOK) |
| Publisher | VS Verlag für Sozialwissenschaften (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.1007/978-3-531-94112-7_21 |
| OpenAlex | W4234767567 |
| ISBN | 9783531941127 |
| Language | DE |
| Citations received | 3 |
| References cited | 12 |
Wenn es in der Alltagssprache heißt, der Fuchs wohne in seinem Bau, die Schnecke in ihrem Haus und der Bär in seiner Höhle, dann bringt diese Übertragung eines Wortes aus dem Lebensbereich des Menschen eine Anthropomorphisierung unseres Denkens über das Wohnen zum Ausdruck. Mit dem „Wohnen“ der Tiere wird lebensweltlich etwas assoziiert, das dem Wohnen der Menschen in gewisser Weise ähnlich ist. Die vergleichsvermittelnde Bedeutungsübertragung der Metapher führt über ihre Konnotationen zu einer Bedeutungsverschiebung (vgl. auch Kambartel 2004). Dem Vergleich, der in der metaphorischen Interaktion konkrete Gestalt gewinnt, liegen keine analytisch reflektierten Ähnlichkeiten, sondern Gefühle zugrunde. Die Metapher gründet nicht in logischen Operationen, sondern in einer sprachästhetischen Herstellung von Anschaulichkeit. Ein Überschuss an Bedeutungen, der im subjektiven Wohnerleben wurzelt, ist für diese Metapher ebenso charakteristisch wie die Not der Explikation dessen, was die „ungenaue“ Essenz des Überschusses ausmacht. Deshalb wird sie im Bild der Metapher ausgesagt. Wohnen bedeutet den Menschen gefühlsmäßig mehr, als sie in Worten darüber zu sagen vermögen.
Art · Humanities · Linguistic research and analysis · Philosophy
| Unique citing works | 3 |
|---|---|
| Citations per year | 0,27 |
| Citation span | 2015 - 2017 (3) |
| Citation velocity | historical |
| Highly cited | No |
| Citation types | Neutral: 3 |