Bildungsmobilität und Habitustheorie
Bibliographic Data
| ID | 23664183 |
|---|---|
| Authors | Aladin El-Mafaalani (Ruhr University Bochum, corresponding author) |
| Year | 2012 |
| Pages | 65-102 |
| Publication date | 2012-01-01 |
| Open Access | No |
| Type | CHAPTER |
| Venue | BildungsaufsteigerInnen Aus Benachteiligten Milieus (SOURCE_BOOK) |
| Publisher | VS Verlag für Sozialwissenschaften (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.1007/978-3-531-19320-5_4 |
| OpenAlex | W123437445 |
| ISBN | 9783531193205 |
| Language | DE |
Die Auseinandersetzung mit Bildungsaufsteiger/inne/n, also mit Individuen, die die Restriktionen der sozialen Herkunft erfolgreich überwunden haben, bedarf eines theoretischen Rahmens, der aufzeigen kann, warum sich sozialstrukturelle Mobilität vom sozialen ‚Unten’ zum sozialen ‚Oben’ als außergewöhnlich bzw. ‚unwahrscheinlich’ darstellt, also gesellschaftliche Strukturen in den Blick nimmt, und gleichzeitig die individuellen Lebenswirklichkeiten erfasst und somit der sozialen Praxis einen besonderen Stellenwert verleiht. Der explizite Bezug auf die Alltagspraxis macht Pierre Bourdieus Arbeit für die Rekonstruktion von Lebensgeschichten besonders bedeutungsvoll. Durch die Beschäftigung mit den Alltagsphänomenen unterschiedlicher Gesellschaftstypen – von der kabylischen Bauerngesellschaft Algeriens bis zur Französischen Gegenwartsgesellschaft – gelang es ihm, ein ausdifferenziertes begriffliches Gehäuse zu entwickeln, in dessen Kern mit dem Habituskonzept der (insbesondere für das Verständnis sozialer Ungleichheit hinderliche) Dualismus von Individuum und Gesellschaft in der soziologischen Theorie überwunden werden konnte.
Political science · Philosophy · Social and Cultural Dynamics · Sociology and Education Studies
| Highly cited | No |
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