BildungsaufsteigerInnen Aus Benachteiligten Milieus
Journal Data
| Type | SOURCE_BOOK |
|---|---|
| Publisher | VS Verlag fur Sozialwissenschaften GmbH |
| ISBN-13 | 9783531193205 |
| Open Library | OL20730742W |
| Total publications | 9 |
| Coverage period | 2012 - 2012 |
| Language | DE |
| Cited by | 17 |
| h-index | 1 |
| i10-index | 1 |
Aladin El-Mafaalani rekonstruiert die MÃ1⁄4hen des Aufstiegs und belegt, dass die à berwindung sozialer Ungleichheit schwierig und selten ist. Zugleich analysiert er den Spielraum fÃ1⁄4r die konstruktive Bewältigung habitueller Nicht-Passungen und das Potenzial fÃ1⁄4r Transformationen. Der systematische Vergleich der Biografien einheimischer und tÃ1⁄4rkeistämmiger BildungsaufsteigerInnen zeigt zudem, dass sich migrationsspezifische Besonderheiten herausstellen lassen, diese jedoch weitgehend Ã1⁄4berschätzt werden
Methodologischer und forschungspraktischer Rahmen
Der Habitusbegriff muss als formaltheoretisches Konzept durch empirische Rekonstruktionen mit ‚Inhalt’ gefüllt werden. Die Zusammenhänge, die den Habitus prägen, können nur in der Praxis zum Vorschein treten. Der Habitus kann auch mit dem Bild der „Unterwasserströmung“ (Brake 2006, S. 81) dargestellt werden. Dieses Bild trägt dem Umstand Rechnung, dass zum einen die nicht sichtbaren Strömungen u.U. deutlich folgenschwerer sind als die gleichmäßig…
Bildungsmobilität in der qualitativen Sozialforschung
Nachdem nun in umfassender Form Daten zu Bildungsbenachteiligung und Bildungsmobilität dargestellt wurden, die die Unwahrscheinlichkeit von Bildungsaufstiegen gezeigt haben, soll im Folgenden ein Überblick zur qualitativen Forschung über Bildungsmobilität gegeben werden, um abschließend aus dem Forschungsstand das eigene Forschungsvorhaben fundiert darlegen zu können. Dies erweist sich als schwierig, da der Forschungsstand insgesamt als relativ d…
Soziale Aufstiegsprozesse
Bei der Anbahnung der Interviews wurde unmittelbar eines klar: Sowohl sprachlich als auch vom gesamten Erscheinungsbild konnten keinerlei Rückschlüsse auf die soziale Herkunft geschlossen werden. Dadurch, dass insgesamt 19 Interviews geführt wurden, bei denen es sich in fünf Fällen nicht um Aufstiegsbiografien handelte (vgl. Kapitel 5), lagen Vergleichshorizonte vor. Es konnte kein systematischer Unterschied im Wie (Erscheinungsbild und Sprachsti…
Bildungsbe(nach)teiligung in Deutschland
‚Benachteiligung’ ist ein vieldeutiger und vielseitig anwendbarer Begriff. Ab wann jemand als benachteiligt bezeichnet werden kann, ist in besonderem Maße von vorzunehmenden Definitionen abhängig. In Bezug auf Bildung kann Chancengleichheit (als Gegenteil von Chancenbenachteiligung) in Anlehnung an Geißler (2008, S. 72) in zwei Grundmodellen konzipiert werden: Das Proporzmodell, wonach von Chancengleichheit die Rede ist, wenn eine Gruppe anteilsm…
Verarbeitungsformen des Aufstiegs
In diesem Kapitel werden die beiden Typiken zu einer Typologie zusammengeführt. Dabei wird der inhaltliche Schwerpunkt auf das Verhältnis der Aufsteiger/ innen zu Herkunftsmilieu und Herkunftsfamilie gelegt: zum einen deshalb, weil sich daran die zentralen Herausforderungen des Aufstiegsprozesses differenziert darstellen lassen (die mit der Distanzierung einhergehen), zum anderen, weil sich davon die verschiedenen Verarbeitungsformen des Aufstieg…
Bildungsmobilität und Habitustheorie
Die Auseinandersetzung mit Bildungsaufsteiger/inne/n, also mit Individuen, die die Restriktionen der sozialen Herkunft erfolgreich überwunden haben, bedarf eines theoretischen Rahmens, der aufzeigen kann, warum sich sozialstrukturelle Mobilität vom sozialen ‚Unten’ zum sozialen ‚Oben’ als außergewöhnlich bzw. ‚unwahrscheinlich’ darstellt, also gesellschaftliche Strukturen in den Blick nimmt, und gleichzeitig die individuellen Lebenswirklichkeiten…
Einleitung
Die heute oft negativ konnotierte Leistungsgesellschaft, in der die soziale Position eines Menschen (und vielleicht sogar sein Wert) von der eigenen Leistungsfähigkeit und Performanz abhängt, ist ein Kind der Moderne. Das meritokratische Versprechen in modernen Gesellschaften ermöglicht den realistischen Traum, durch Mühe, Fleiß und Talent den eigenen Status zu verbessern und entsprechend die soziale Leiter aufzusteigen. Es eröffnet den Weg zu ei…
Ausgangslagen im Herkunftsmilieu
In diesem Kapitel werden die biografischen Erzählungen über die Kindheit und teilweise auch über die frühe Jugendphase der Interviewten fokussiert. Hierbei geht es also insbesondere darum, die Sozialisationsbedingungen zwischen Migrant/ inn/en und Einheimischen in Bezug auf soziale Ungleichheiten zu vergleichen. Diese Analyse lies eine deutliche Differenz zwischen den beiden Gruppen erkennbar werden, aus der eine Typik entwickelt wurde, die im Hi…
BildungsaufsteigerInnen aus benachteiligten Milieus
Aladin El-Mafaalani rekonstruiert die MÃ1⁄4hen des Aufstiegs und belegt, dass die à berwindung sozialer Ungleichheit schwierig und selten ist. Zugleich analysiert er den Spielraum fÃ1⁄4r die konstruktive Bewältigung habitueller Nicht-Passungen und das Potenzial fÃ1⁄4r Transformationen. Der systematische Vergleich der Biografien einheimischer und tÃ1⁄4rkeistämmiger BildungsaufsteigerInnen zeigt zudem, dass sich migrationsspezifische Besonderheiten…
BildungsaufsteigerInnen aus benachteiligten Milieus
Aladin El-Mafaalani rekonstruiert die MÃ1⁄4hen des Aufstiegs und belegt, dass die à berwindung sozialer Ungleichheit schwierig und selten ist. Zugleich analysiert er den Spielraum fÃ1⁄4r die konstruktive Bewältigung habitueller Nicht-Passungen und das Potenzial fÃ1⁄4r Transformationen. Der systematische Vergleich der Biografien einheimischer und tÃ1⁄4rkeistämmiger BildungsaufsteigerInnen zeigt zudem, dass sich migrationsspezifische Besonderheiten…
Methodologischer und forschungspraktischer Rahmen
Der Habitusbegriff muss als formaltheoretisches Konzept durch empirische Rekonstruktionen mit ‚Inhalt’ gefüllt werden. Die Zusammenhänge, die den Habitus prägen, können nur in der Praxis zum Vorschein treten. Der Habitus kann auch mit dem Bild der „Unterwasserströmung“ (Brake 2006, S. 81) dargestellt werden. Dieses Bild trägt dem Umstand Rechnung, dass zum einen die nicht sichtbaren Strömungen u.U. deutlich folgenschwerer sind als die gleichmäßig…
Bildungsmobilität in der qualitativen Sozialforschung
Nachdem nun in umfassender Form Daten zu Bildungsbenachteiligung und Bildungsmobilität dargestellt wurden, die die Unwahrscheinlichkeit von Bildungsaufstiegen gezeigt haben, soll im Folgenden ein Überblick zur qualitativen Forschung über Bildungsmobilität gegeben werden, um abschließend aus dem Forschungsstand das eigene Forschungsvorhaben fundiert darlegen zu können. Dies erweist sich als schwierig, da der Forschungsstand insgesamt als relativ d…
Soziale Aufstiegsprozesse
Bei der Anbahnung der Interviews wurde unmittelbar eines klar: Sowohl sprachlich als auch vom gesamten Erscheinungsbild konnten keinerlei Rückschlüsse auf die soziale Herkunft geschlossen werden. Dadurch, dass insgesamt 19 Interviews geführt wurden, bei denen es sich in fünf Fällen nicht um Aufstiegsbiografien handelte (vgl. Kapitel 5), lagen Vergleichshorizonte vor. Es konnte kein systematischer Unterschied im Wie (Erscheinungsbild und Sprachsti…
Bildungsbe(nach)teiligung in Deutschland
‚Benachteiligung’ ist ein vieldeutiger und vielseitig anwendbarer Begriff. Ab wann jemand als benachteiligt bezeichnet werden kann, ist in besonderem Maße von vorzunehmenden Definitionen abhängig. In Bezug auf Bildung kann Chancengleichheit (als Gegenteil von Chancenbenachteiligung) in Anlehnung an Geißler (2008, S. 72) in zwei Grundmodellen konzipiert werden: Das Proporzmodell, wonach von Chancengleichheit die Rede ist, wenn eine Gruppe anteilsm…
Verarbeitungsformen des Aufstiegs
In diesem Kapitel werden die beiden Typiken zu einer Typologie zusammengeführt. Dabei wird der inhaltliche Schwerpunkt auf das Verhältnis der Aufsteiger/ innen zu Herkunftsmilieu und Herkunftsfamilie gelegt: zum einen deshalb, weil sich daran die zentralen Herausforderungen des Aufstiegsprozesses differenziert darstellen lassen (die mit der Distanzierung einhergehen), zum anderen, weil sich davon die verschiedenen Verarbeitungsformen des Aufstieg…
Bildungsmobilität und Habitustheorie
Die Auseinandersetzung mit Bildungsaufsteiger/inne/n, also mit Individuen, die die Restriktionen der sozialen Herkunft erfolgreich überwunden haben, bedarf eines theoretischen Rahmens, der aufzeigen kann, warum sich sozialstrukturelle Mobilität vom sozialen ‚Unten’ zum sozialen ‚Oben’ als außergewöhnlich bzw. ‚unwahrscheinlich’ darstellt, also gesellschaftliche Strukturen in den Blick nimmt, und gleichzeitig die individuellen Lebenswirklichkeiten…
Einleitung
Die heute oft negativ konnotierte Leistungsgesellschaft, in der die soziale Position eines Menschen (und vielleicht sogar sein Wert) von der eigenen Leistungsfähigkeit und Performanz abhängt, ist ein Kind der Moderne. Das meritokratische Versprechen in modernen Gesellschaften ermöglicht den realistischen Traum, durch Mühe, Fleiß und Talent den eigenen Status zu verbessern und entsprechend die soziale Leiter aufzusteigen. Es eröffnet den Weg zu ei…
Ausgangslagen im Herkunftsmilieu
In diesem Kapitel werden die biografischen Erzählungen über die Kindheit und teilweise auch über die frühe Jugendphase der Interviewten fokussiert. Hierbei geht es also insbesondere darum, die Sozialisationsbedingungen zwischen Migrant/ inn/en und Einheimischen in Bezug auf soziale Ungleichheiten zu vergleichen. Diese Analyse lies eine deutliche Differenz zwischen den beiden Gruppen erkennbar werden, aus der eine Typik entwickelt wurde, die im Hi…
BildungsaufsteigerInnen aus benachteiligten Milieus
Aladin El-Mafaalani rekonstruiert die MÃ1⁄4hen des Aufstiegs und belegt, dass die à berwindung sozialer Ungleichheit schwierig und selten ist. Zugleich analysiert er den Spielraum fÃ1⁄4r die konstruktive Bewältigung habitueller Nicht-Passungen und das Potenzial fÃ1⁄4r Transformationen. Der systematische Vergleich der Biografien einheimischer und tÃ1⁄4rkeistämmiger BildungsaufsteigerInnen zeigt zudem, dass sich migrationsspezifische Besonderheiten…