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Die Gemeinfreiheit amtlicher Werke auf dem Prüfstand des Verfassungsrechts

Zum Konflikt zwischen § 5 I UrhG und Art. 14 I GG am Beispiel des Standards für die elektronische Rechnung

Bibliographic Data

ID24035573
AuthorsMario Martini (0000-0002-4561-1775, corresponding author)
Year2019
Volume11
Issue4
Pages373-419
Publication date2019-01-01
Open AccessNo
TypeARTICLE
VenueZeitschrift für geistiges Eigentum (JOURNAL)
Journal identifiersISSN: 1867-237X • E-ISSN: 1867-2523
PublisherMohr Siebeck (PUBLISHER)
DOI10.1628/zge-2019-0026
OpenAlexW3012239994
LanguageDE

In der Offenbarung des Johannes heißt es: »Ich werde kommen und jedem geben, was seines Werkes entspricht.« Für private Werke, die Eingang in amtliche Werke gefunden haben, hält sich der Urheberrechtsgesetzgeber an diese biblische Losung nicht in jeder Hinsicht. Er behandelt sie vielmehr als Güter der Allgemeinheit: § 5 I UrhG kündigt jeden urheberrechtlichen Schutz auf, sobald geistige Leistungen unmittelbar Eingang in amtliche Werke gefunden haben. Er beschränkt dadurch das Verfügungs‐ und Verwertungsrecht des Urhebers an seinem Werk nachhaltig. Eine Ausgleichsregelung, die eine Balance zwischen den Bedürfnissen des Gemeinwesens und der Eigentumsfreiheit des Art. 14 I 1 GG herstellt, kennt das Gesetz nicht. Den grundrechtlichen Anforderungen hält § 5 I UrhG nur in verfassungskonformer Auslegung stand.

Art · Law and Political Science · Medical and Health Sciences Research

Highly citedNo

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Ethnos_APP • Open Source Project • MIT License • Frontend v2.0.0 • Privacy and Cookies • API Documentation: api.ethnos.app/docs • API Source Code: GitHub • DOI: 10.5281/zenodo.17049435 • Frontend Source Code: GitHub • DOI: 10.5281/zenodo.17050053 • cruz.rio.br • Expectantes Misericordiae