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Antisémitisme universitaire et concurrence de classe

La loi du numerus clausus en Hongrie entre les deux guerres

Bibliographic Data

ID2984672
AuthorsVictor Karady, Istvàn Kemény
Year1980
Volume34
Issue1
Pages67-96
Publication date1980-01-01
Peer ReviewedYes
Open AccessNo
TypeARTICLE
VenueActes de la recherche en sciences sociales (JOURNAL)
Journal identifiersISSN: 0335-5322 • E-ISSN: 1955-2564
PublisherPERSEE Program (PUBLISHER)
DOI10.3406/arss.1980.2091
OpenAlexW2040523178
LanguageFR
Citations received4
References cited1

Universitärer Antisemitismus und Klassenkonkur-renz : Das Numerus-Clausus - Gesetz in Ungarn zwischen den zwei Kriegen. Während der liberaleh Periode ( 1867-1918), gekennzeichnet durch die politische Vorherrschaft der gentry sowie den wirtschaftlichen Aufstieg der fremdstämmigen Bourgeoisie mit jüdischer Dominanz, war Ungarn von jedem institutionellen Antisemitismus frei. Erst der Zusammenbruch der Donau-Monarchie, die bürgerliche (1918), wenig später die kommunistiche Revolution (1919) und schliefilich der darauf folgende weifie Terror (1919-1921 ) brachten eine nachhaltige Störung des Kräftegleichgewichts zwischen der jüdischen und der christlichen Komponente im Rahmen der herrschenden Klassenundinder Folge eine antisemitische neue Rechte an die Macht. Das im September 1920 angenommene Universitätsgesetz, der sogenannte Numerus-Clausus, der die Regelung der Zulassung zur Universität nach ethnischen und konfessionellen Kriterien vorsah, gehört in diese spezifische historische Situation. Das Gesetz, dessen Formulierung und Ausführung selbst zum Streitobjekt zwischen extremistischen und gemäfügten Fraktionen des neuen an die Macht gekommenen Establishments geriet, beschränkte zwar die relative Uberrepräsentanz der jüdischen Intelligenz und Bourgeoisie innerhalb der höheren Lehranstalten, vermochte aber keineswegs der katastrophalen Uberfülle der Märkte der Intelligenzberufe Herr zu werden. Wohl wurde das Gesetz, eine Klassenmafinahme mit dem Ziel, die Stellung der christlichen Mittelklassen auf diesem Markt zu stärken, nicht vollständig in die Tat umgesetzt, ja seine 1928 erfolgte Änderung scheint sogar seine antijüdische Stofirichtung eliminiert zu haben. Dennoch ist es anhand seiner zunächst universitären (Exil zahlreicher jüdischer Studenten an ausländische Unis), dann weiter seiner sozialen Auswirkungen (Zwangskonversionen, geistige Emigration, Umkehrung der einstigen Assimilierungstendenzen innerhalb der jüdischen Mittelklassen) als ein erster Akt der ungarischen Gesetzgeber zu werten, dessen Fortsetzung (antijüdische Gesetze von 1938-1941) in den Genozid münden sollte

Art · Humanities · Political science · French Historical and Cultural Studies · Jewish and Middle Eastern Studies · Soviet and Russian History

  • The 1919 Central European revolutions and the Judeo-Bolshevik myth

    Eliza Ablovatski•European Review of History Revue…•2010

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Unique citing works4
Citations per year0,1
Citation span1985 - 2010 (26)
Citation velocityhistorical
Highly citedNo
Citation typesNeutral: 4

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