Les juifs de Hongrie sous les lois antisémites
Étude d'une conjoncture sociologique, 1938-1943
Bibliographic Data
| ID | 3018653 |
|---|---|
| Authors | Victor Karady (corresponding author) |
| Year | 1985 |
| Volume | 56 |
| Issue | 1 |
| Pages | 3-30 |
| Publication date | 1985-01-01 |
| Peer Reviewed | Yes |
| Open Access | No |
| Type | ARTICLE |
| Venue | Actes de la recherche en sciences sociales (JOURNAL) |
| Journal identifiers | ISSN: 0335-5322 • E-ISSN: 1955-2564 |
| Publisher | PERSEE Program (PUBLISHER) |
| DOI | 10.3406/arss.1985.2248 |
| OpenAlex | W1964490718 |
| Language | FR |
| Citations received | 4 |
| References cited | 1 |
Die ungarische Juden unter den antisemistischen Gesetzen. Nach einem kurzen Überblick über die historischen Etappen des institutionellen Antisemitismus, der 1944 in den Genozid mundete, analysiert der Artikel die spezifîsche sozio-politische Lage zwischen der Annahme des ersten anti-jüdischen Gesetzes (1938) und der Besetzung des Landes durch die Deutschen (März 1944). Die Untersuchung der Voraussetzungen fur die Einführung und der Tragweite der repressiven Gesetzgebung fuhren zur Frage nach den objektiven sozialen Indikatoren zur Erklärung der kollektiven Reaktionen der Opfer. Diese bilden ein je nach ökonomischem Status, Assimilationsgrad, Einbindung in die jüdische Gemeinde, etc. stark geschichtetes und komplexes Gesamtphänomen. Im ganzen gesehen bleiben die Reaktionen der Betroffenen sehr schwach und weitgehend geprägt vom Vertrauen in die Institutionen, von denen sie zwar Unterdruckung erfahren, zugleich aber auch geschützt werden gegen die Extremisten und die Verlangen der Deutschen. Die Strategien, um dem Ungluck zu entgehen - durch Emigration oder, in illusionärer Form, durch Konversion -, nehmen zu, betreffen aber nur eine Minderheit. Entscheidender sind Taktiken im Zusammenhang mit dem Zwangsabbau ökonomischer Investitionsleistungen oder der Verminderung der kollektiven Aufwendungen fur das tïberleben (Geburtenrückgang, Sinken der Heiratsrate). Dagegen lafet sich im Hinblick auf Devianz (Selbstmord, Kriminalität) oder Sterblichkeit keine wesentlich veränderte Tendenz ausmachen. Aufgrund der relativen Stabilität des ungarischen Staates und der Illusion der Assimilierung konnte diese dem Genozid vorausliegende Periode gewissermaßen als Ausnahmezustand ohne wirklichen Bruch mit dem normalen Zustand erscheinen
Art · Humanities · Political science · French Historical and Cultural Studies · Historical and Political Studies · Post-Communist Economic and Political Transition
| Unique citing works | 4 |
|---|---|
| Citations per year | 0,1 |
| Citation span | 1985 - 1994 (10) |
| Citation velocity | historical |
| Highly cited | No |
| Citation types | Neutral: 4 |