Ökonomischer Imperialismus
Homo Oeconomicus und soziologische Theorie
Bibliographic Data
| ID | 7099415 |
|---|---|
| Authors | Hans-Jürgen Aretz (Soziologie II, Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Feldkirchenstr. 21, D-96045 Bamberg, corresponding author) |
| Year | 1997 |
| Volume | 26 |
| Issue | 2 |
| Pages | 79-95 |
| Publication date | 1997-04-01 |
| Peer Reviewed | Yes |
| Open Access | No |
| Type | ARTICLE |
| Venue | Zeitschrift für Soziologie (JOURNAL) |
| Journal identifiers | ISSN: 0340-1804 • E-ISSN: 2366-0325 |
| Publisher | De Gruyter (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.1515/zfsoz-1997-0201 |
| OpenAlex | W289035498 |
| Language | EN |
| Citations received | 5 |
| References cited | 3 |
Die Rede von einem „ökonomischen Imperialismus“ bezieht sich einerseits auf die zunehmende Anwendung des ökonomischen Verhaltensmodells auch auf nicht-ökonomische Gegenstandsbereiche der Sozialwissenschaften. Dabei wird mit diesem Ansatz andererseits der Anspruch verbunden, die Grundlage für eine einheitliche Sozialwissenschaft bilden zu können. Dieser Geltungsanspruch wird hier bestritten. Aus der Perspektive des handlungstheoretischen Bezugsrahmens von Parsons läßt sich vielmehr zeigen, daß die ökonomische Handlungstheorie als solche schon für die Erklärung sozialer Phänomene unvollständig ist. Diese Unvollständigkeit liegt darin begründet, daß hier das soziale Handeln unzulässigerweise auf eine einzige „soziale Logik“ reduziert und andere Handlungslogiken in den Restriktionen („constraints“) des Handelns versteckt werden. Dies wird insbesondere dann deutlich, wenn im Rahmen einer „Konstitutionellen Politischen Ökonomie“ die normativen Restriktionen sozialen Handelns selbst wiederum aus rationalen Wahlhandlungen der Akteure heraus erklärt werden sollen. Am Beispiel der ökonomischen Konzeption des Gesellschaftsvertrages von James M. Buchanan läßt sich zeigen, daß hinsichtlich der Dauerhaftigkeit einer sozialen Ordnung auf andere Handlungslogiken rekurriert werden muß und damit wesentliche Elemente einer sozialen Ordnungsbildung aus der Logik des ökonomischen Modells herausfallen
Humanities · Political science · Economic and Social Issues · Economic Theory and Institutions · Philosophy · Weber, Simmel, Sociological Theory
| Unique citing works | 5 |
|---|---|
| Citations per year | 0,19 |
| Citation span | 1999 - 2006 (8) |
| Citation velocity | historical |
| Highly cited | No |
| Citation types | Neutral: 5 |