Die Universität in der Wissensgesellschaft
Wissensbegriffe und Umweltbeziehungen der modernen Universität
Bibliographic Data
| ID | 7103764 |
|---|---|
| Authors | Rudolf Stichweh (0000-0002-4028-0970, Universität Luzern, Soziologisches Seminar Postfach 7455, CH-6000 Luzern 7, corresponding author) |
| Year | 2006 |
| Volume | 12 |
| Issue | 1 |
| Pages | 33-53 |
| Publication date | 2006-05-01 |
| Peer Reviewed | Yes |
| Open Access | No |
| Type | ARTICLE |
| Venue | Soziale Systeme (JOURNAL) |
| Journal identifiers | ISSN: 0948-423X • E-ISSN: 2366-0473 |
| Publisher | De Gruyter (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.1515/sosys-2006-0104 |
| OpenAlex | W2394510476 |
| Language | DE |
| Citations received | 5 |
| References cited | 6 |
Der Aufsatz rekonstruiert historisch und systematisch die Beziehungen der Universität zu verschiedenen Formen gesellschaftlich bedeutsamen Wissens. Das europäische Mittelalter konzentriert erstmals die wichtigsten Wissensformen und die Ausbildung der zugehörigen Praktiker in der Universität als einem Instrument einer in Wissen fundierten sozialen Kontrolle. Während die Aufklärung eine Ausweitung des Wissensanspruchs auf neue Gegenstände und neue soziale Gruppen mit sich bringt, radikalisiert die neue Universitätsidee des frühen 19. Jahrhunderts gegenläufig die Erwartungen an die Wissenschaftlichkeit und die Forschungsabhängigkeit eines jeden universitären Wissens. Erst nach diesem universitäts- und wissenschaftsgeschichtlichen Umbruch kehrt u. a. in der amerikanischen Universität die Idee der Inklusion der Wissensformen und der sozialen Gruppen in die universitäre Tradition zurück. Dies führt auf die Wissensgesellschaft der Gegenwart hin, als eine gesellschaftliche Formation, die durch die Produktion avancierten Wissens in vielen gesellschaftlichen Institutionen, durch die funktionale Differenzierung des Wissens und die Einbeziehung immer neuer sozialer Adressen bestimmt ist. Damit vervielfältigen sich die Beziehungen der Universität zu ihren sozialen Umwelten, die der Aufsatz abschließend unter vier Leitbegriffen systematisiert: Technologie und Humankapital als das in Verfahren oder in Personen inkorporierte Wissen; Professionalität und Rationalität als Verknüpfungen der Universität mit der Welt der Berufe und der Organisationen, als Werte und institutionalisierte Normen und schließlich als Orientierungsweisen, die das Weltverhältnis von Personen prägen
Humanities · Political science · Education, Healthcare and Sociology Research · German Social Sciences and History · Philosophy · Sociology and Education Studies
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| Unique citing works | 5 |
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| Citations per year | 0,33 |
| Citation span | 2011 - 2024 (14) |
| Citation velocity | recent |
| Highly cited | No |
| Citation types | Neutral: 5 |