Wolfgang Ludwig Schneider
Biographic Data
| ID | 4587067 |
|---|---|
| NAME | Wolfgang Ludwig Schneider |
| GIVEN NAMES | Wolfgang Ludwig |
| FAMILY NAME | Schneider |
| SIGNATURE | SCHNEIDER W L |
| AFFILIATIONS | Osnabrück University |
| VERIFIED | No |
| TOTAL WORKS | 50 |
| TOTAL CITATIONS | 23 |
| WORKS AS AUTHOR | 49 |
| WORKS AS EDITOR | 1 |
| FIRST PUBLICATION YEAR | 1991 |
| LATEST PUBLICATION YEAR | 2024 |
| H-INDEX | 3 |
Niklas Luhmann
Soziologische Theorien des Rechts , page 151 - 166
Garfinkels Transformation des Problems sozialer Ordnung
Theodore R. Schatzki, Social Change in a Material World. London/New York
Article Theodore R. Schatzki, Social Change in a Material World. London/New York: Routledge 2019, 228 S., kt., 34,03 € was published on January 1, 2021 in the journal Soziologische Revue (volume 44, issue 1)
Sinn
Im § 1 des ersten Kapitels von Wirtschaft und Gesellschaft definiert Weber Handeln (s. Kap. II.16) als »ein menschliches Verhalten [...], wenn und insofern der oder die Handelnden mit ihm einen subjektiven Sinn verbinden« (WuG, 1). Dem Sinnbegriff kommt hier eine zentrale Stellung zu. Zu dessen Klärung sollen im Folgenden (1) zwei Aspekte des Sinns von Handlungen unterschieden, (2) die Abgrenzung des subjektiv gemeinten gegenüber dem objektiv gül…
Zum Gedächtnis wissenschaftlicher Disziplinen – unter primärer Berücksichtigung der Soziologie
Ausgehend von der systemtheoretischen Annahme, dass die moderne Gesellschaft in eine Pluralität von Funktionssystemen differenziert ist, untersucht der Aufsatz die Rolle des Gedächtnisses im Kontext der Wissenschaft. Den Blick primär auf die Soziologie richtend wird die These ausgeführt, dass die Form ihres Gedächtnisses in Abhängigkeit von der disziplinären Binnendifferenzierung in Schulen, invisible colleges und paradigm communities variiert. V…
Legitimationsdefizite des chinesischen Rechtswesens
Der Aufsatz wirft am Beispiel Chinas die Frage auf, inwiefern die rasche Entfaltung der Ökonomie auch zur Ausdifferenzierung des Rechtswesens aus der politisch-administrativen Sphäre drängt und untersucht, welche Folgen es hat, wenn die Autonomisierung des Rechtswesens gegenüber Parteipolitik und Verwaltung blockiert ist. Nach der einleitenden theoretischen Diskussion des Verhältnisses zwischen Parteipolitik, Verwaltung und Rechtsprechung in konk…
Religiös inspirierter Terrorismus als Parasit politischer Macht und seine gesellschaftlichen Voraussetzungen in historisch vergleichender Perspektive
Religiös inspirierter Terrorismus kann als wohl älteste Form des Terrorismus gelten. Der Aufsatz sieht dafür die folgenden Gründe: Bereits in den hochkulturellen Reichen setzt die Differenzierung zwischen politischer Macht und religiösem Glauben als symbolisch generalisierten Kommunikationsmedien ein. Grundlage dafür ist die politische Verfügung über militärische Gewalt. Zwischen den Medien Macht und Glaube besteht dabei eine Beziehung der partie…
Begriffe
Weder ›Arbeit‹ noch ›Beruf‹ sind soziologische Grundbegriffe bei Max Weber. Aber das Werk Max Webers hat der Arbeits- und Berufssoziologie in der Folgezeit wichtige Impulse verliehen, obgleich er nicht in die klassischen Fußstapfen tritt, in denen sich die Diskussion der beiden Begriffe bis dahin bewegt hatte: Weber fasst den Menschen weder anthropologisch als ›Arbeitswesen‹, also als ›homo laborans‹ auf, noch definiert er ihn philosophisch durch…
Parasiten sozialer Systeme / Parasites of Social Systems
Grundlagen der Soziologischen Theorie
Grundlagen der Soziologischen Theorie
Akteure oder Personen/psychische Systeme?
Wenn man, wie in der Systemtheorie Luhmannschen Typs üblich, zwischen sozialen Systemen, die sich ausschließlich durch die Verkettung von Kommunikationen reproduzieren, und psychischen Systemen, die Gedanken an Gedanken anschließen, unterscheidet, dann folgt daraus die Nötigung, auch bei dem Versuch, „Handlungen“ und ihre „Urheber“ zu beobachten, diese beiden Systemreferenzen analytisch auseinander zu halten. Der Kompaktbegriff des „Akteurs“ muss…
Religion und funktionale Differenzierung
Max Weber schreibt der Religion der jüdisch-christlichen Entwicklungslinie bekanntlich geburtshelferische Bedeutung für den evolutionären Trend zur Rationalisierung und Ausdifferenzierung unterschiedlicher gesellschaftlicher Sphären zu. Besonderes Gewicht legt er dabei auf die ethische Rationalisierung der Lebensführung, die ihm – angetrieben durch religiöse Heilsinteressen – als spezifisch okzidentale Grundlage für die Herausbildung des modernen…
Kultur als Beobachtungsform
Wenn von „Kultur“ die Rede ist, fällt es zunächst schwer zu sagen, was nicht darunter fällt. Archäologen etwa zählen dazu nicht nur schriftliche Dokumente, Monumente oder Kunstwerke, sondern auch Werkzeuge und alle möglichen Gegenstände des alltäglichen Gebrauchs. Will man wissen, wie der Begriff „Kultur“ eingegrenzt werden kann, dann muss man danach fragen, was er ausschließt, d.h. wovon denn jemand, der von „Kultur“ spricht, das dadurch Bezeich…
Systemtheorie, hermeneutische Tradition und die Theorie sozialer Differenzierung
Die überlieferte geistes- und kulturwissenschaftliche Hermeneutik wird in der gegenwärtigen sozialwissenschaftlichen Diskussion häufig als eine Methode wahrgenommen, der es um die Rekonstruktion des subjektiven Sinns geht, den Akteure mit ihren Äußerungen, Handlungen und Handlungserzeugnissen verbinden und die deshalb nicht in der Lage ist, sozialstrukturelle Zusammenhänge verstehend zu erfassen, die den Wahrnehmungshorizont der Akteure überschre…
Grundlagen der Soziologischen Theorie
Symposium
Grundlagen der soziologischen Theorie
Die Kontroverse zwischen handlungs- und systemtheoretischen Ansätzen markiert eine der zentralen Spaltungslinien der soziologischen Theoriediskussion, die auch die Ebene der Methoden einschlieà t. Habermas hat diese Trennlinie auf eine weithin anerkannte Formel gebracht: Handlungstheorien setzen demnach primär auf hermeneutisches Sinnverstehen, systemtheoretische Ansätze allein auf funktionale Analyse; gebunden an die Perspektive des funktionalis…
Grundlagen der Soziologischen Theorie
Theorien, so die Voraussetzung, von der sich diese Darstellung leiten lässt, sind nicht einfach als eine Menge von Begriffen und Aussagen Ã1⁄4ber die Welt zu begreifen. Sie mÃ1⁄4ssen vielmehr verstanden und dargestellt werden als Antwortversuche auf bestimmte Bezugsprobleme. Die EinfÃ1⁄4hrung legt deshalb besonderes Gewicht darauf, den Problemkontext der verschiedenen theoretischen Beiträge genau zu rekonstruieren, die zentralen Begriffe jeder Th…
Planungs- und Steuerungsoptimismus als Auslöser für die Evolution ungeplanter Strukturen. Das Beispiel der zentralwirtschaftlichen Planung in der DDR
Grundlagen der Soziologischen Theorie
Grundlagen der soziologischen Theorie
Theorien, so die Voraussetzung, von der sich diese Darstellung leiten lässt, sind nicht einfach als eine Menge von Begriffen und Aussagen Ã1⁄4ber die Welt zu begreifen. Sie mÃ1⁄4ssen vielmehr verstanden und dargestellt werden als Antwortversuche auf bestimmte Bezugsprobleme. Die EinfÃ1⁄4hrung legt deshalb besonderes Gewicht darauf, den Problemkontext der verschiedenen theoretischen Beiträge genau zu rekonstruieren, die zentralen Begriffe jeder Th…
Wie ist Kommunikation ohne Bewusstseinseinschüsse möglich? / How is Communication Possible without the Inclusion of Consciousness
Article Wie ist Kommunikation ohne Bewusstseinseinschüsse möglich? / How is Communication Possible without the Inclusion of Consciousness? was published on December 1, 2008 in the journal Zeitschrift für Soziologie (volume 37, issue 6)
Verstehen und Erklären
Grundlagen der soziologischen Theorie
Die Beobachtung von Kommunikation
Soziologie hat es mit der Untersuchung menschlichen Handeins zu tun. Diese Feststellung kann als Gemeinplatz gelten. Doch schon die Frage, was Handlungen sind, fuhrt in kontroverse Zonen der Theoriediskussion. Die soziologische wie die philosophische Handlungstheorie begreift Handeln im 1 wesentlichen immer noch als intentionales Verhalten. Obwohl damit von Hause aus je individuell und psychisch konstituiert, gelten Handlungen 2 zugleich als Basi…
The Sequential Production of Social Acts in Conversation
Die Komplementarität von Sprechakttheorie und systemtheoretischer Kommunikationstheorie. Ein hermeneutischer Beitrag zur Methodologie von Theorievergleichen
Das Verhältnis der Begriffe Kommunikation und Handlung ist in der jüngeren Theoriediskussion umstritten. Die Sprechakttheorie analysiert Kommunikation als Verknüpfung intentionaler Handlungen. Demgegenüber kehrt die Luhmannsche Systemtheorie das begriffliche Fundierungsverhältnis um: Ihr gilt Kommunikation als der grundlegendere Begriff. Handlungen werden dabei analysiert als Produkt der Selbstvereinfachung von Kommunikation. - Der vorliegende Be…
Verstehen und Erklären
Wie ist Kommunikation ohne Bewusstseinseinschüsse möglich? / How is Communication Possible without the Inclusion of Consciousness
Article Wie ist Kommunikation ohne Bewusstseinseinschüsse möglich? / How is Communication Possible without the Inclusion of Consciousness? was published on December 1, 2008 in the journal Zeitschrift für Soziologie (volume 37, issue 6)
Hermeneutik sozialer Systeme
Hermeneutik und Systemtheorie werden in der theoretischen Diskussion typisch als gegenläufige Ansätze gehandelt. Diese Einordnung gründet vor allem auf der Annahme, daß hermeneutisches Verstehen an den Nachvollzug der subjektiven Intentionen von Autoren bzw. Akteuren gebunden sei. Der Beitrag weist nach, daß diese Unterstellung für die philosophische Hermeneutik Gadamers nicht zutrifft. Gadamer konzipiert den Sinn von Texten und Handlungen aus de…
Objektives Verstehen
Objektives Verstehen
Hermeneutik und funktionale Analyse gelten üblicherweise als konträre Methodenoptionen, denen unterschiedliche Theoriekonzeptionen entsprechen. Verstehende Übernahme der subjektiven Perspektive von Ak
Hermeneutische Einzelfallrekonstruktion und funktionalanalytische Theoriebildung — Ein Versuch ihrer Verknüpfung, dargestellt am Beispiel der Interpretation eines Interviewprotokolls
Hermeneutik und funktionale Analyse gelten üblicherweise als konträre Methodenoptionen, denen unterschiedliche Theoriekonzeptionen entsprechen. Verstehende Übernahme der subjektiven Perspektive von Akteuren (bzw. Autoren), Explikation ihrer Orientierungen und Überzeugungen, Ziele und Bedeutungsintentionen einerseits, Analyse der objektiven Folgen von Handlungen im Hinblick auf systemische Strukturen andererseits markieren unterschiedliche Zugangs…
Hermeneutik sozialer Systeme
Hermeneutik und Systemtheorie werden in der theoretischen Diskussion typisch als gegenläufige Ansätze gehandelt. Diese Einordnung gründet vor allem auf der Annahme, daß hermeneutisches Verstehen an den Nachvollzug der subjektiven Intentionen von Autoren bzw. Akteuren gebunden sei. Der Beitrag weist nach, daß diese Unterstellung für die philosophische Hermeneutik Gadamers nicht zutrifft. Gadamer konzipiert den Sinn von Texten und Handlungen aus de…
Einleitung
Soziologie hat es mit der Untersuchung menschlichen Handelns zu tun. Diese Feststellung kann als Gemeinplatz gelten. Doch schon die Frage, was Handlungen sind, führt in kontroverse Zonen der Theoriediskussion. Die soziologische wie die philosophische Handlungstheorie begreift Handeln im wesentlichen immer noch als intentionales Verhalten.1 Obwohl damit von Hause aus je individuell und psychisch konstituiert, gelten Handlungen zugleich als Basisei…
Die kommunikative Ordnung divergierender Bedeutungsselektionen
Unsere bisherige Untersuchung hat gezeigt, daß eine elementare Sequenz von drei Redebeiträgen in direkter Interaktion drei Leistungen miteinander verbindet: (1) die kooperative Realisierung einer sozialen Handlung, (2) die kommunikative Reproduktion der ihr zugrundeliegenden Erwartungsstrukturen und (3) die Koordination der Sinnzuweisungen der involvierten Akteure.510 Gleichwohl ist Kommunikation nicht notwendig geknüpft an die Intersubjektivität…
Die intersubjektive Konstituierung kommunikativer Handlungen
Es wäre zu kurz gegriffen, wenn man die Funktion der dritten Sequenzposition reduzieren wollte auf die Ermöglichung von Intersubjektivität zwischen den involvierten Psychen und auf die mögliche Überleitung hin zu reflexiver Kommunikation über Kommunikation, die nur dann in Betrieb genommen wird, wenn die intersubjektive Übereinstimmung der Bedeutungszuweisungen aus der psychischen Binnenperspektive egos nicht erreicht ist. Wird die Möglichkeit d…
Sprechhandlungen
Das Ergebnis unserer handlungstheoretischen Überlegungen läßt sich in der Feststellung resümieren, daß Handlungen keine ontologisch zu bestimmenden Entitäten sind, sondern durch Zuschreibung erzeugt werden. Der soziale Ort solcher Zuschreibungen ist die Kommunikation. In Kommunikations-prozessen wird entschieden, ob ein Geschehen sozial gültig als verantwortlich zurechenbares Handeln oder als bloßes Ereignis zu verbuchen ist. Handlungen werden so…
Die systemtheoretische Kommunikationstheorie Luhmanns
Wie unsere frühere Darstellung zeigte,396 wird das Problem doppelter Kontingenz bei Parsons zunächst als Problem individuellen zweckrationalen Handelns eingeführt und dann in zweifacher Weise spezifiziert: Ausgangspunkt ist eine Problemsituation, in der zwei gratifikationsorientierte Akteure aufeinander treffen und das Verhalten jedes Beteiligten zum relevanten Faktor für die Möglichkeiten des anderen werden, seine Bedürfnisse zu befriedigen. Um …
Vom subjektiven Handlungsbegriff zur Fundierung des Handelns in der Interaktion
In dem oft zitierten § 1 seiner “Soziologische(n) Grundbegriffe” bestimmt Weber die Soziologie als: “..eine Wissenschaft, welche soziales Handeln deutend verstehen und dadurch in seinem Ablauf und seinen Wirkungen ursächlich erklären will. ‘Handeln’ soll dabei ein menschliches Verhalten (einerlei ob äußeres oder innerliches Tun, Unterlassen oder Dulden) heißen, wenn und insofern als der oder die Handelnden mit ihm einen subjektiv vermeinten Sinn …
Die Erhebung von Geltungsansprüchen als kommunikative Synthesis von Bedeutungsselektionen
Bisher haben wir das Problem der Koordination von Bedeutungsselektionen ohne Bezug auf die weitergehenden Rationalitätsansprüche diskutiert, die nach den Annahmen der Habermasschen Universalpragmatik mit jeder Äußerung im Kontext kommunikativen Handelns verknüpft sind. Folgen wir jedoch der Argumentation von Habermas, dann besteht zwischen dem Verstehen einer Äußerung und der Kenntnis der Bedingungen für die Einlösung der mit ihr verbundenen Gelt…
Die Beobachtung von Kommunikation
Soziologie hat es mit der Untersuchung menschlichen Handeins zu tun. Diese Feststellung kann als Gemeinplatz gelten. Doch schon die Frage, was Handlungen sind, fuhrt in kontroverse Zonen der Theoriediskussion. Die soziologische wie die philosophische Handlungstheorie begreift Handeln im 1 wesentlichen immer noch als intentionales Verhalten. Obwohl damit von Hause aus je individuell und psychisch konstituiert, gelten Handlungen 2 zugleich als Basi…
Die Komplementarität von Sprechakttheorie und systemtheoretischer Kommunikationstheorie. Ein hermeneutischer Beitrag zur Methodologie von Theorievergleichen
Das Verhältnis der Begriffe Kommunikation und Handlung ist in der jüngeren Theoriediskussion umstritten. Die Sprechakttheorie analysiert Kommunikation als Verknüpfung intentionaler Handlungen. Demgegenüber kehrt die Luhmannsche Systemtheorie das begriffliche Fundierungsverhältnis um: Ihr gilt Kommunikation als der grundlegendere Begriff. Handlungen werden dabei analysiert als Produkt der Selbstvereinfachung von Kommunikation. - Der vorliegende Be…
Die Analyse von Struktursicherungsoperationen als Kooperationsfeld von Konversationsanalyse, objektiver Hermeneutik und Systemtheorie
Soziale Systeme, so eine der bekanntesten und umstrittensten Thesen von Luhmanns Systemtheorie, bestehen nicht aus Akteuren oder deren intentionalen Handlungen, sondern konstituieren und reproduzieren sich durch die autopoietische Verknüpfung kommunikativer Ereignisse.1 Kommunikation wird damit als autonome (aber nicht autarke!) Strukturbildungsebene des Sozialen definiert. Welche Attacke auf das übliche Verständnis von Soziologie mit dieser Umst…
The Sequential Production of Social Acts in Conversation
Abschließender Überblick
Blicken wir auf die bisher vorgestellten Handlungstheorien zurück, dann können wir mindestens sechs Bezugsprobleme unterscheiden, die in den verschiedenen Ansätzen behandelt werden
Handlungen als Derivate der Interaktion
Ausgangspunkt der Weberschen Handlungstheorie, dies haben wir oben gezeigt, ist das „Einzelindividuum und sein Handeln“. Die Identität einer Handlung ist dabei bestimmt durch den subjektiven Sinn, den ein Akteur mit seinem Verhalten verbindet. Sofern ein Akteur sein sinnhaftes Verhalten auf das subjektiv sinnhafte Verhalten eines anderen Akteurs bezieht, handelt er sozial. Orientieren mehrere Akteure ihr Handeln wechselseitig aneinander, dann ent…
Handlungsbegriff, Handlungsverstehen und die Rationalisierung sozialen Handelns
Am Beginn des Kapitels „Soziologische Grundbegriffe“, mit dem er sein Werk „Wirtschaft und Gesellschaft“ einleitet, definiert Weber Soziologie als „...eine Wissenschaft, welche soziales Handeln deutend verstehen und dadurch in seinem Ablauf und seinen Wirkungen ursächlich erklären will“ (Weber 1980, 1). Soziologie wird so als Wissenschaft vom sozialen Handeln bestimmt.1 Dieser Bestimmung folgt die Definition der Begriffe „Handeln“ und „soziales H…
Das Problem sozialer Ordnung und das normativistische Modell des Handelns
Webers Analyse des Handlungsbegriffs, dies hat unsere Darstellung gezeigt, ist vor allem methodologisch motiviert. Ihre Funktion besteht wesentlich darin, eine begriffliche Grundlage für seine Vorgehensweise in den materialen Analysen zu liefern.
Einleitung
Sucht man nach einer knappen Charakterisierung der soziologischen Disziplin, dann ist die auf Max Weber zurückgehende Bestimmung von Soziologie als Wissenschaft vom sozialen Handeln wohl immer noch diejenige Definition, die auf die Zustimmung der meisten Soziologen rechnen kann. Seit Weber versteht sich die soziologische Theorie wesentlich, wenngleich nicht ausnahmslos, als Handlungstheorie. Aber schon Parsons löst das Konzept der Handlung vom ei…
Das Problem der Intersubjektivität
Die Untersuchungen von Schütz schließen direkt an Webers Handlungsbegriff an, sie tun dies jedoch aus der Perspektive einer spezifischen Problemstellung. Rekapitulieren wir deshalb zunächst die dafür relevanten Elemente des Weberschen Programms.
Grundlagen der soziologischen Theorie
Grundlagen der soziologischen Theorie
Sucht man nach einer knappen Charakterisierung der soziologischen Disziplin, dann ist die auf Max Weber zurückgehende Bestimmung von Soziologie als Wissenschaft vom sozialen Handeln wohl immer noch di
Grundlagen der soziologischen Theorie
Grundlagen der soziologischen Theorie
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