Theorien der Interaktion und Modelle Soziologischer Erklärung
Bibliographic Data
| ID | 20063397 |
|---|---|
| Authors | T P Wilson (0000-0001-6568-5619, corresponding author) |
| Year | 1980 |
| Pages | 54-79 |
| Publication date | 1980-01-01 |
| Peer Reviewed | Yes |
| Open Access | No |
| Type | CHAPTER |
| Venue | Alltagswissen, Interaktion und Gesellschaftliche Wirklichkeit : 1 : Symbolischer Interaktionismus und Ethnomethodologie. 2 (SOURCE_BOOK) |
| Publisher | VS Verlag für Sozialwissenschaften (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.1007/978-3-663-14511-0_3 |
| OpenAlex | W118279943 |
| ISBN | 9783663145110 |
| Language | DE |
| Citations received | 37 |
Die herrschende methodologische Position in der zeitgenössischen Soziologie geht davon aus, dass Handlungsmuster (im Sinne von „Gestalten“) nach dem deduktiven Erklärungsmodell der Naturwissenschaften zu analysieren sind (1). HERBERT BLUMER ist dieser Position wiederholt entgegengetreten (1954, 1956, 1966a) und hat ihr gegenüber eine theoretische Konzeption vertreten, nach der soziale Interaktion als ein interpretativer Prozess aufzufassen ist. In der an seine Veröffentlichungen anschliessenden Diskussion sind gewichtige Fragen, die er aufgeworfen hat, leider eher verdunkelt als geklärt worden (2). Ausgehend davon, dass die von BLUMER aufgeworfenen Fragen von grundlegender Bedeutung für die Soziologie sind, soll in diesem Aufsatz zunächst die theoretische Konzeption der sozialen Interaktion als eines interpretativen Prozesses noch einmal dargestellt werden, und es sollen sodann die methodologischen Probleme erörtert werden, die sich mit dieser Konzeption im Hinblick auf die Beschreibung von Verhalten und die Erklärung von Handlungsmustern verbinden. Dies geschieht in der Hoffnung, damit einen weiteren Beitrag zur Klärung des Wesens soziologischer Analyse leisten und darüber hinaus Soziologie und Ethnomethodologie in eine fruchtbare Perspektive rücken zu können. Es geht hier also weniger um eine Würdigung der bereits sichtbaren Leistungsfähigkeit der theoretischen Konzeption, soziale Interaktion als einen interpretativen Prozess anzusehen, sondern mehr um die methodologischen Konsequenzen, die sich ergeben, wenn man diese Position bezieht
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| Unique citing works | 37 |
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| Citation span | 1978 - 2026 (49) |
| Citation velocity | current |
| Highly cited | No |
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