Benachteiligung durch Differenzierungsmaßnahmen? Wie soziale Herkunft und Migrationshintergrund die Zuweisung von nachteilsausgleichenden Maßnahmen und individuellen Lernzielen auf der Sekundarstufe I bestimmen
Bibliographic Data
| ID | 21714966 |
|---|---|
| Authors | Eva-Maria Holzer (0000-0001-5197-6407, University of Zurich, corresponding author), Maria Wehren-Müller (0000-0001-7279-7272, University of Zurich), Janina Kraft (0009-0000-8548-7142, University of Zurich), Mireille Tabin (0000-0002-2930-7810, University of Zurich), Elisabeth Moser Opitz (0000-0002-5243-4770, University of Zurich) |
| Year | 2026 |
| Publication date | 2026-07-02 |
| Open Access | Yes |
| Type | ARTICLE |
| Venue | Zeitschrift für Erziehungswissenschaft (JOURNAL) |
| Journal identifiers | ISSN: 1434-663X • E-ISSN: 1862-5215 |
| Publisher | Springer Science and Business Media LLC (PUBLISHER) |
| DOI | 10.1007/s11618-026-01414-7 |
| OpenAlex | W7167045418 |
| Language | DE |
| References cited | 32 |
Den Differenzierungsmaßnahmen Nachteilsausgleich (NTA) und individuelle Lernziele (ILZ) kommt in der Umsetzung von inklusivem Unterricht eine zentrale Bedeutung zu. Allerdings können die beiden Maßnahmen unterschiedliche Konsequenzen für nachfolgende Bildungswege haben. Die wenigen vorliegenden Untersuchungen zur Thematik beziehen sich auf die Primarstufe und weisen darauf hin, dass die Zuweisung zu diesen Maßnahmen sozial selektiv geprägt ist. Die Studie untersucht anhand von logistischen Pfadmodellen, wie soziale Herkunft und Migrationshintergrund mit dem Erhalt von NTA und ILZ auf der Sekundarstufe I ( N = 1066 Schüler:innen aus 85 Klassen) zusammenhängen. Die Ergebnisse zeigen, dass Schüler:innen aus sozial weniger privilegierten Familien und mit Migrationshintergrund häufiger ILZ erhalten, wobei dieser Zusammenhang über die Mathematikleistung vermittelt wird. Unter Kontrolle der Mathematikleistung erhalten Schüler:innen ohne Migrationshintergrund häufiger NTA. Die Befunde deuten auf soziale Selektivität und damit verbundene Bildungsbenachteiligungen bei der Vergabe von NTA und ILZ auf der Sekundarstufe I hin. Dies verweist auf einen möglichen Handlungsbedarf hinsichtlich einer stärkeren Sensibilisierung schulischer Akteur:innen für Herkunftseinflüsse und verbesserter Informationen für Eltern über Maßnahmen wie ILZ und NTA
Citizenship education · Gender identity · Role playing · Secondary education · Early Childhood Education and Development · Parental Involvement in Education · School Choice and Performance
Examining the Rule of Thumb of Not Using Multilevel Modeling
The Dilemma of Performance-Approach Goals
Weighted Likelihood Estimation of Ability in Item Response Theory
Sufficient Sample Sizes for Multilevel Modeling
Genese sozialer Ungleichheit im institutionellen Kontext der Schule
Gelingensbedingungen für die Eltern-Schule-Zusammenarbeit aus der Perspektive von Eltern mit Migrationsgeschichte
Soziale Selektivität bei der Vergabe der integrativen schulischen Maßnahmen reduzierte individuelle Lernziele, Nachteilsausgleich und integrative Förderung
Primäre und sekundäre Herkunftseffekte über den Verlauf der Sekundarstufe
Schulstruktur und die Entstehung differenzieller Lern- und Entwicklungsmilieus
Institutionelle Diskriminierung
Vergabe und Umsetzung des Nachteilsausgleichs auf Sekundarstufe I
Tracking and educational inequality
Standing Out and Sorting In
Unequal Inclusion
Who Is Placed into Special Education
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