Georg Breidenstein
Biographic Data
| ID | 4172333 |
|---|---|
| NAME | Georg Breidenstein |
| GIVEN NAMES | Georg |
| FAMILY NAME | Breidenstein |
| SIGNATURE | BREIDENSTEIN G |
| AFFILIATIONS | Martin Luther University Halle-Wittenberg |
| ORCID | 0000-0003-1013-6182 |
| VERIFIED | Yes |
| TOTAL WORKS | 53 |
| TOTAL CITATIONS | 106 |
| AUTHOR COUNT | 49 |
| EDITOR COUNT | 4 |
| FIRST PUBLICATION YEAR | 1997 |
| LATEST PUBLICATION YEAR | 2023 |
| H-INDEX | 6 |
Instructional touch: The organisation of a close and closed interaction space for individualised instruction in ‘open classrooms’
The article focuses on the use of touch, in concert with body and talk, as a resource for the organisation of teacher instruction in the context of individualised learning in ‘open classrooms’ in German primary schools. Drawing on video observations of naturally occurring interactions between teachers and students in one such school, we analyse what is specific to teachers' instructional practices in open classrooms, a setting where each student …
Interferierende Praktiken: Zum heuristischen Potenzial praxeologischer Unterrichtsforschung
Die qualitative Unterrichtsforschung konturiert ihren Untersuchungsgegenstand zunehmend in Referenz auf soziologische Praxistheorien; Unterricht wird dann als Zusammenhang sozialer Praktiken verstanden. Der Beitrag greift diese Entwicklung auf und möchte sie weiter profilieren; so sollen Anschlüsse insbesondere zur fachdidaktischen Unterrichtsforschung markiert werden. Mit einer praxistheoretischen Ausrichtung kommen die soziale und die materiell…
Ungleiche Grundschulen und die meritokratische Fiktion im deutschen Schulsystem
Der Beitrag vertritt die These, dass Ungleichheit im Primarbereich ein Tabu darstellt, und zwar deshalb, weil sie meritokratisch nicht legitimierbar ist. Die Fiktion der Chancengleichheit erscheint zugleich notwendig, um die Selektion im Übergang zur Sekundarstufe rechtfertigen zu können. Denn die Verteilung von Schülerinnen und Schülern auf unterschiedlich aussichtsreiche Bildungsgänge im Sekundarbereich kann nur durch schulisch festgestellte un…
Ethnografie: Die Praxis der Feldforschung
Dieses Lehrbuch bietet eine umfassende Darstellung des ethnografischen Forschungsansatzes. Es führt in die methodologischen Grundlagen, den Forschungsprozess sowie die konkreten Schritte der Forschungspraxis ein. Die Autoren zeigen, wie sich Ethnografen ihrem Feld annähern, Daten gewinnen und wieder auf Distanz zum Feld gehen, wie sie an Protokollen arbeiten, Überraschungen entdecken, Daten sortieren und Themen entwickeln. Es wendet sich an Studi…
Parents as ‘customers’? The perspective of the ‘providers’ of school education. A case study from Germany
The global establishing of school choice has often and convincingly been criticised in terms of social inequality because parents have very different access to resources to enforce their expectations and demands as ‘costumers’. What is less discussed in the literature is the perspective of the ‘providers’: Do schools have to give up their position of predominance towards parents, when the single school becomes dependent on the parents’ choice and…
Parents, schools and the twenty-first-century state: Comparative perspectives
This article introduces a collection of papers comprising the special issue, Competing interests: Parents, Schools and Nation States. Drawing on the seven papers in the collection, and situating them in recent developments in the sociological field, the article discusses globally shifting relations between families, schools and the state across a range of nations in the late twentieth and early twenty-first centuries (Australia, Germany, India, N…
Szenarien der Grundschulwahl: Eine Untersuchung von Entscheidungsdiskursen am Übergang zum Primarbereich
Das Theorem der ‚Selektionsfunktion der Schule‘ und die Praxis der Leistungsbewertung
Die Organisation individualisierten Unterrichts
Between ‘enrichment’ and ‘endangerment’: ‘Cultural diversity’ and the politics of belonging in the Berlin school choice discourse
Even though choice is not officially a feature in the German primary school system, some parents intervene in determining which school their child attends. Especially in urban contexts, the informal school market is growing. This demand is based on promises with respect to a certain quality of education as well as on issues that prevail in certain inner city schools. In looking at Berlin, as a global city, this article shows how contrary school c…
Interdisziplinäre Tradition und disziplinäre Konvention in der erziehungswissenschaftlichen Ethnographie
Der Beitrag möchte eine bestimmte Routine ethnographischen Schreibens, die sich in der deutschsprachigen erziehungswissenschaftlichen Ethnographie etabliert hat, irritieren: Jene Konvention, die Ausschnitte aus Beobachtungsprotokollen als 'Daten' präsentiert und interpretiert, wird auf ihre möglichen Hintergründe sowie auf ihre Implikationen hin diskutiert. Plädiert wird für eine Erweiterung der Repertoires ethnographischen Schreibens, die sich d…
Peerkultur in der Schule
Was ist Unterricht?“ – Die Perspektive der Ethnomethodologie
Individualisierung und Kontrolle: Empirische Studien zum geöffneten Unterricht in der Grundschule
Ethnografie: Die Praxis der Feldforschung
Dieses Lehrbuch bietet eine umfassende Darstellung des ethnografischen Forschungsansatzes. Es führt in die methodologischen Grundlagen, den Forschungsprozess sowie die konkreten Schritte der Forschungspraxis ein. Die Autoren zeigen, wie sich Ethnografen ihrem Feld annähern, Daten gewinnen und wieder auf Distanz zum Feld gehen, wie sie an Protokollen arbeiten, Überraschungen entdecken, Daten sortieren und Themen entwickeln. Es wendet sich an Studi…
Ethnografie
Schulforschung und Kindheitsforschung -- ein Gegensatz
Arbeitsplätze. Beobachtungen und Analysen aus dem individualisierten Unterricht
Bildungspraxis , Seite 159 - 182
Zum Verhältnis von Peerkultur und Schulkultur
Ethnography at a distance: Globally mobile parents choosing international schools
The research we report on was conducted from our computer desktops. We have not met the people we have studied; they are part of what Eichhorn described as a “textual community”, gathered around the threads of online conversations associated with a website servicing the needs of English-language speakers in Germany. The thread in question started in 2008 with a query from someone about to move to Berlin, seeking advice about the best internationa…
Die Individualisierung des Lernens unter den Bedingungen der Institution Schule
Aber Elite würde ich’s vielleicht nicht nennen: Zur Thematisierung von sozialer Segregation im elterlichen Diskurs zur Grundschulwahl
Ethnografie: Die Praxis der Feldforschung
Dieses Lehrbuch bietet eine umfassende Darstellung des ethnografischen Forschungsansatzes. Es führt in die methodologischen Grundlagen, den Forschungsprozess sowie die konkreten Schritte der Forschungspraxis ein. Die Autoren zeigen, wie sich Ethnografen ihrem Feld annähern, Daten gewinnen und wieder auf Distanz zum Feld gehen, wie sie an Protokollen arbeiten, Überraschungen entdecken, Daten sortieren und Themen entwickeln. Es wendet sich an Studi…
Ethnografie
Die Lehrerbildung der Zukunft -- eine Streitschrift: Eine Streitschrift
Forum qualitative Schulforschung 2: Interpretative Unterrichts- und Schulbegleitforschung
Paradoxien in der Reform der Schule: Ergebnisse qualitativer Sozialforschung
Welches Potenzial kann aus den Schulreformprozessen der letzten 35 Jahre gewonnen werden? Unter dieser Fragestellung entwickeln die AutorInnen des Bandes neue Bausteine zu einer Theorie der Schule, zu Formen des Lernens, zu einer professionellen Arbeit der Lehrer, der biographischen Identitätsentwicklung von SchÃ1⁄4lern und Lehrern und zu den Paradoxien reformpädagogischer Praxis
Parents, schools and the twenty-first-century state: Comparative perspectives
This article introduces a collection of papers comprising the special issue, Competing interests: Parents, Schools and Nation States. Drawing on the seven papers in the collection, and situating them in recent developments in the sociological field, the article discusses globally shifting relations between families, schools and the state across a range of nations in the late twentieth and early twenty-first centuries (Australia, Germany, India, N…
Mechanismen der Elitebildung im deutschen Bildungssystem: Ausgangslage, Theoriediskurse, Forschungsstand
Der Gebrauch der Geschlechterunterscheidung in der Schulklasse
Welcher Art sind die Verwendungsweisen der Geschlechterunterscheidung in dem spezifischen sozialen Zusammenhang der Schulklasse? Welche Bedeutung hat die Unterscheidung von Kindern in „Mädchen“ und „Jungen“ für diese selbst? Dieser Aufsatz zeichnet anhand der Präsentation und Analyse ethnographischen Materials die situative Pragmatik der Geschlechterunterscheidung innerhalb verschiedener interaktiver Kontexte nach. Es zeigt sich, daß die Untersch…
Aber Elite würde ich’s vielleicht nicht nennen: Zur Thematisierung von sozialer Segregation im elterlichen Diskurs zur Grundschulwahl
Szenarien der Grundschulwahl: Eine Untersuchung von Entscheidungsdiskursen am Übergang zum Primarbereich
Ethnography at a distance: Globally mobile parents choosing international schools
The research we report on was conducted from our computer desktops. We have not met the people we have studied; they are part of what Eichhorn described as a “textual community”, gathered around the threads of online conversations associated with a website servicing the needs of English-language speakers in Germany. The thread in question started in 2008 with a query from someone about to move to Berlin, seeking advice about the best internationa…
The meaning of boredom in school lessons. Participant observation in the seventh and eighth form
Spending just a few hours in the classroom situation as a participant observer, one definitely recognizes 'boredom' as one of the main features of this situation. In spite of the obvious relevance of boredom in the classroom situation there is almost no research on the topic of boredom at school. Boredom seems to be a taboo of sorts in school research. The paper first deals with methodological problems concerning the exploration of boredom. How c…
Parents as ‘customers’? The perspective of the ‘providers’ of school education. A case study from Germany
The global establishing of school choice has often and convincingly been criticised in terms of social inequality because parents have very different access to resources to enforce their expectations and demands as ‘costumers’. What is less discussed in the literature is the perspective of the ‘providers’: Do schools have to give up their position of predominance towards parents, when the single school becomes dependent on the parents’ choice and…
Individualisierung und Kontrolle: Empirische Studien zum geöffneten Unterricht in der Grundschule
Interdisziplinäre Tradition und disziplinäre Konvention in der erziehungswissenschaftlichen Ethnographie
Der Beitrag möchte eine bestimmte Routine ethnographischen Schreibens, die sich in der deutschsprachigen erziehungswissenschaftlichen Ethnographie etabliert hat, irritieren: Jene Konvention, die Ausschnitte aus Beobachtungsprotokollen als 'Daten' präsentiert und interpretiert, wird auf ihre möglichen Hintergründe sowie auf ihre Implikationen hin diskutiert. Plädiert wird für eine Erweiterung der Repertoires ethnographischen Schreibens, die sich d…
Between ‘enrichment’ and ‘endangerment’: ‘Cultural diversity’ and the politics of belonging in the Berlin school choice discourse
Even though choice is not officially a feature in the German primary school system, some parents intervene in determining which school their child attends. Especially in urban contexts, the informal school market is growing. This demand is based on promises with respect to a certain quality of education as well as on issues that prevail in certain inner city schools. In looking at Berlin, as a global city, this article shows how contrary school c…
Teilnahme am Unterricht: Ethnographische Studien zum Schülerjob
Was tun SchÃ1⁄4lerinnen und SchÃ1⁄4ler im Unterricht und wie beziehen sie sich aufeinander, während sie gemeinsam am Unterricht â teilnehmenâ ? Die ethnographischen Analysen, die auf langfristigen Unterrichtsbeobachtungen beruhen, untersuchen die interaktive Bewältigung der Unterrichtsanforderungen in den verschiedenen Sozialformen des Unterrichts. Sie ermöglichen neue Zugänge zum Phänomen der Langeweile und zur Bedeutung von Zensuren im Unterric…
Schulforschung und Kindheitsforschung — ein Gegensatz
In diesem Buch geht es darum, die Perspektiven von Schulforschung und Kindheitsforschung aneinander zu schärfen und aufeinander zu beziehen. Diese beiden bislang weitgehend voneinander getrennten Forschungslinien stehen in einem deutlichen Spannungsverhältnis zueinander, insofern die Schulforschung Kinder vorwiegend in ihrer SchÃ1⁄4lerrolle thematisierte und dabei die Eigenwelten von Kindern wenig im Blick hatte und andererseits in der Kindheitsf…
Der Gebrauch der Geschlechterunterscheidung in der Schulklasse
Welcher Art sind die Verwendungsweisen der Geschlechterunterscheidung in dem spezifischen sozialen Zusammenhang der Schulklasse? Welche Bedeutung hat die Unterscheidung von Kindern in „Mädchen“ und „Jungen“ für diese selbst? Dieser Aufsatz zeichnet anhand der Präsentation und Analyse ethnographischen Materials die situative Pragmatik der Geschlechterunterscheidung innerhalb verschiedener interaktiver Kontexte nach. Es zeigt sich, daß die Untersch…
Interpretative Unterrichtsforschung — eine Zwischenbilanz und einige Zwischenfragen
Die Unterrichtssituation kann als das zentrale Bestimmungsstück der Veranstaltung von Schule gelten. Hier müsste das, was der vorrangige Zweck von Schule ist, die Initiierung und Anleitung von Lernprozessen, im wesentlichen stattfinden. In der konkreten Unterrichtssituation müssten sich Erfolg und Qualität von Schule entscheiden. Zugleich dürfte die sozialisatorische Relevanz der Unterrichtssituation für alle Beteiligten schon angesichts der schi…
Die Lehrerbildung der Zukunft — eine Streitschrift
Forum qualitative Schulforschung 2: Interpretative Unterrichts- und Schulbegleitforschung
Endlich fokussiert? Weder ,Ethno‘ noch ‚Graphie: Anmerkungen zu Hubert Knoblauchs Beitrag „Fokussierte Ethnographie“
Peer-Interaktion und Peer-Kultur
Die „peers“ sind die „Gleichen“, diejenigen, die einander an sozialem Rang ebenbürtig sind. Im Zusammenhang von „peer-group“ und „peer-culture“ ist dann meistens die Altersgleichheit angesprochen, und zwar jene Gleichaltrigkeit, die subjektiv und sozial relevant wird. So hat sich im Kontext von Entwicklungspsychologie und Sozialisationstheorie der Begriff der „peers“ etabliert um die sozialisatorische Bedeutung der Gleichaltrigen zu bezeichnen, i…
Schule als „Job“? Beobachtungen aus der achten Klasse
Welches Verhältnis entwickeln Kinder und Jugendliche zu dem, was sie in der Schule tun (müssen)? Welche Haltung nehmen sie zu ihrem „Schüler“- oder „Schülerin“-Sein ein? Diese Fragen sind aus der Perspektive der Schulpädagogik brisant, denn die Antwort erscheint fundamental für die Sinnhaftigkeit und Legitimität schulischen Unterrichts. Insbesondere ein immer wieder konstatiertes instrumentell-strategisches Verhältnis von Schülerinnen und Schüler…
Schulforschung und Kindheitsforschung — ein Gegensatz
In diesem Buch geht es darum, die Perspektiven von Schulforschung und Kindheitsforschung aneinander zu schärfen und aufeinander zu beziehen. Diese beiden bislang weitgehend voneinander getrennten Forschungslinien stehen in einem deutlichen Spannungsverhältnis zueinander, insofern die Schulforschung Kinder vorwiegend in ihrer SchÃ1⁄4lerrolle thematisierte und dabei die Eigenwelten von Kindern wenig im Blick hatte und andererseits in der Kindheitsf…
Teilnahme am Unterricht: Ethnographische Studien zum Schülerjob
Was tun SchÃ1⁄4lerinnen und SchÃ1⁄4ler im Unterricht und wie beziehen sie sich aufeinander, während sie gemeinsam am Unterricht â teilnehmenâ ? Die ethnographischen Analysen, die auf langfristigen Unterrichtsbeobachtungen beruhen, untersuchen die interaktive Bewältigung der Unterrichtsanforderungen in den verschiedenen Sozialformen des Unterrichts. Sie ermöglichen neue Zugänge zum Phänomen der Langeweile und zur Bedeutung von Zensuren im Unterric…
The meaning of boredom in school lessons. Participant observation in the seventh and eighth form
Spending just a few hours in the classroom situation as a participant observer, one definitely recognizes 'boredom' as one of the main features of this situation. In spite of the obvious relevance of boredom in the classroom situation there is almost no research on the topic of boredom at school. Boredom seems to be a taboo of sorts in school research. The paper first deals with methodological problems concerning the exploration of boredom. How c…
Überlegungen zum paradoxen Charakter von Schulreformprozessen — eine Einleitung
AuszugDie Reformbedürftigkeit des deutschen Schulwesens ist unbestreitbar. Im vorliegenden Band geht es nicht darum, diese (ein weiteres Mal) nachzuweisen, es geht auch nicht um das Für und Wider spezifischer Reformmaßnahmen, sondern um die Beobachtung jener Schulreformen, die es bereits gibt. In Schulen der klassischen Reformpädagogik und der neueren Bewegung Freier Schulen, aber auch in Regelschulen, hier aufgrund der Initiative engagierter Leh…
Reformpädagogik und qualitative Schulforschung: Anwendungsgebiete, Risiken und Nebenwirkungen
Ich will im Folgenden nach dem Verhältnis von Reformpädagogik, oder genauer: von Reformschulen, zu (qualitativer) Schulforschung fragen. Ich werde das Verhältnis von Reformpädagogik und qualitativer Schulforschung als ein spannungsreiches und prekäres beschreiben, das aber bedeutsame schultheoretische und schulpädagogische Potentiale enthält. Die folgenden Betrachtungen gelten vor allem systematischen und methodologischen überlegungen. Eine ausge…
Peer-Interaktion und Peer-Kultur
Die „peers“ sind die „Gleichen“, diejenigen, die einander an sozialem Rang ebenbürtig sind. Im Zusammenhang von „peer-group“ und „peer-culture“ ist dann meistens die Altersgleichheit angesprochen, und zwar jene Gleichaltrigkeit, die subjektiv und sozial relevant wird. So hat sich im Kontext von Entwicklungspsychologie und Sozialisationstheorie der Begriff der „peers“ etabliert um die sozialisatorische Bedeutung der Gleichaltrigen zu bezeichnen, i…
Paradoxien in der Reform der Schule: Ergebnisse qualitativer Sozialforschung
Welches Potenzial kann aus den Schulreformprozessen der letzten 35 Jahre gewonnen werden? Unter dieser Fragestellung entwickeln die AutorInnen des Bandes neue Bausteine zu einer Theorie der Schule, zu Formen des Lernens, zu einer professionellen Arbeit der Lehrer, der biographischen Identitätsentwicklung von SchÃ1⁄4lern und Lehrern und zu den Paradoxien reformpädagogischer Praxis
Allgemeine Didaktik und praxeologische Unterrichtsforschung
Um bei der empirischen Fundierung didaktischen Denkens der Komplexität des reflexiv zu durchdringenden Unterrichtsalltages entsprechen zu können, bedarf es eines ethnographischen, „praxeologischen“ Typus von Unterrichtsforschung, der sich auf die Analyse sozialer Praktiken richtet. Zunächst werden einige Probleme der didaktischen Tradition aus Sicht der Unterrichtsforschung skizziert. Dann werden verschiedene Ansätze ethnographischer Unterrichtsf…
Einen neuen Blick auf schulischen Unterricht entwickeln: Strategien der Befremdung
Ich steige mit einer kleinen Feldnotiz ein, die sich ganz gut auf den Titel des Bandes beziehen lässt. Als »unsicheres Terrain« erweist sich hier die Situation der Feldforschung selbst: Dann kommt endlich Michael, wir rauchen zusammen und palavern noch ein bissel, ich fühle mich ziemlich unsicher in diesem Gelände, orientierungslos. Michael hat mir draußen noch erzählt, dass wir jetzt bei einer Lehrerin zuschauen wollen, die noch nichts davon wei…
Leistungsbewertung und Unterricht
Geh lieber nicht hin! – Bleib lieber hier.“ Eine Fallstudie zu Selektion und Haltekräften an der Hauptschule
Die Mehrgliedrigkeit des Bildungssystems in Deutschland und vor allem der Bildungsgang Hauptschule stehen mehr und mehr zur Diskussion. Waren die Kritiker des dreigliedrigen Schulsystems schon durch die Veröffentlichung der ersten PISA-Ergebnisse 2001 und die darin für Deutschland festgestellte dramatisch große Abhängigkeit des Bildungserfolges von der sozialen Herkunft auf den Plan gerufen, wurde die „Schulstrukturdebatte“ als Kon-sequenz der PI…
Leistungsbewertung und Unterricht: Ethnographische Studien Zur Bewertungspraxis in Gymnasium und Sekundarschule
Unterrichtsinteraktion und implizite Leistungsbewertung
In den meisten Analysen dieses Bandes stehen Akte der Leistungsbewertung im Mittelpunkt, die in Form von Zensuren prozessiert werden. Die Beobachtungen und Analysen widmen sich vor allem den expliziten Situationen schulischer Leistungsbewertung: den Prüfungen, die der Leistungsfeststellung dienen; den Rückgaben und Notenbesprechungen, die der Kommentierung, Aushandlung und Begründung von Leistungsrückmeldungen in Form von Zensuren dienen und den …
Das Projekt Leistungsbewertung in der Schulklasse
Die vorliegende Monographie präsentiert ethnographische Analysen zur Praxis der Leistungsbewertung und Zensurengebung, welche im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projektes „Leistungsbewertung in der Schulklasse – Eine ethnographische Untersuchung zur Performanz schulischer Selektion“ entstanden sind. Ziel des Forschungsprojektes, das von Mai 2005 bis April 2010 am Zentrum für Schul- und Bildungsforschung der Martin-…
Disciplinary technologies and pupil redisposition: School equipment and homework diaries
This paper explores disciplinary technologies and pupil redisposition through school and teacher focus on school equipment and homework diaries. During our field research in two contrasting secondary schools, we experienced the importance of missing school equipment to teacher and school control. We also concluded that forgotten or missing school equipment affects the quality of instruction. Furthermore, school supplies represent, together with h…
Die Ethnographie schulischer Leistungsbewertung – Ein Beispiel für qualitative Unterrichtsforschung
Ethnographische Forschung – und allgemeiner qualitative Forschung – richtet sich auf die Entdeckung neuer, unbekannter Kulturen, interessanter Praktiken oder überraschender Einsichten. Es geht nicht um die Überprüfung von Hypothesen, um Messungen oder um die Berechnung von Verteilungen zwischen verschiedenen Merkmalen oder Merkmalsausprägungen, sondern um die Erkundung und Interpretation sozialer Welten und um die „dichte Beschreibung“ (Geertz 19…
Ethnographisches Beobachten
Georg Breidenstein diskutiert die Praxis des Beobachtens im Unterrichtsalltag vor dem Hintergrund der Ethnographie und denkt darüber nach, wie sich bestimmte Prinzipien und Praktiken ethnographischen Forschens so adaptieren lassen, dass sie sich für Beobachtungen in der Schule zum Beispiel im Rahmen von Schulpraktika oder kollegialer Leitung eignen. Gefragt wird nach der Spezifik ethnografischen Beobachtens und dessen Potential für die Reflexion …
Anstellen statt Melden – Die Warteschlange im individualisierten Unterricht
Obwohl weithin ein Konsens über die Notwendigkeit einer Öffnung und Individualisierung des Grundschulunterrichts besteht, findet sich bisher wenig empirisches Wissen über konkrete Vollzüge und Handlungsanforderungen dieser Settings (Ausnahmen: Huf 2006, Rabenstein 2007, Wiesemann 2008, Reh/Labede 2009, Dorow/Breidenstein 2010, Reh 2011 u.a.). Eine zentrale Anforderung des individualisierten Unterrichts, das Problem, wie die Lehrperson den untersc…
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