Peer-Interaktion und Peer-Kultur
Bibliographic Data
| ID | 20062008 |
|---|---|
| Authors | Georg Breidenstein (0000-0003-1013-6182, Martin Luther University Halle-Wittenberg, corresponding author) |
| Year | 2008 |
| Pages | 945-964 |
| Publication date | 2008-09-26 |
| Peer Reviewed | Yes |
| Open Access | No |
| Type | CHAPTER |
| Venue | Handbuch der Schulforschung (SOURCE_BOOK) |
| Publisher | VS Verlag für Sozialwissenschaften (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.1007/978-3-531-91095-6_39 |
| OpenAlex | W1535993781 |
| ISBN | 9783531910956 |
| Language | EN |
| Citations received | 26 |
| References cited | 40 |
Die „peers“ sind die „Gleichen“, diejenigen, die einander an sozialem Rang ebenbürtig sind. Im Zusammenhang von „peer-group“ und „peer-culture“ ist dann meistens die Altersgleichheit angesprochen, und zwar jene Gleichaltrigkeit, die subjektiv und sozial relevant wird. So hat sich im Kontext von Entwicklungspsychologie und Sozialisationstheorie der Begriff der „peers“ etabliert um die sozialisatorische Bedeutung der Gleichaltrigen zu bezeichnen, in Abgrenzung zum Einfluss von Erwachsenen, etwa der Eltern oder der Lehrer. Allerdings wird die sozialisatorische Relevanz nicht der Alterskohorte als solcher zugeschrieben, sondern jenen gleichaltrigen Bezugspersonen, Freunden und Freundinnen, zu denen alltäglicher Umgang besteht (vgl. Berndt/Ladd 1989). Aus dem etwas schillernden Bedeutungsgehalt des „Peer“-Begriffes resultieren Übersetzungsprobleme (die insofern relevant sind, als ein Großteil der einschlägigen Forschung aus dem angloamerikanischen Raum kommt): Die „Altersgleichen“ bzw. Gleichaltrigen im Sinne der Alterskohorte wäre zu weit und zu formal, während der Begriff der „Freundschaftsgruppe“ zu eng wäre - es sind nicht nur die „Freunde“, an denen man sich orientiert. Vor diesem Hintergrund wird im Folgenden der englische Begriff der „Peers“ verwendet um genau jenen Aspekt der Altersgleichheit zu bezeichnen, der sozial relevant wird und der die Spezifik von sozialen Beziehungen zwischen „Gleichen“ anspricht. Dies erscheint insbesondere mit Blick auf Schülerinnen und Schüler sinnvoll, insofern die Schule einerseits Kinder und Jugendliche nach dem formalen Kriterium der Altersgleichheit zu Lerngruppen zusammenstellt, andererseits sich im Rahmen von Schule intensive soziale Beziehungen und „peer-groups“ im Sinne von Freundschaftsgruppen entwickeln. Die Schulklasse kann als Paradefall der ambivalenten Bedeutung von „Peers“ angesehen werden: Es handelt sich keineswegs nur um Freunde, aber doch um diejenigen, auf die man sich tagtäglich beziehen muss, zu denen man sich in ein Verhältnis setzen muss und an denen man sich in alltäglicher Interaktion orientiert
Humanities · German legal, social, and political studies · Philosophy · Social and Educational Sciences · Sociology and Education Studies
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| Unique citing works | 26 |
|---|---|
| Citations per year | 1,13 |
| Citation span | 2003 - 2023 (21) |
| Citation velocity | historical |
| Highly cited | No |
| Citation types | Neutral: 26 |