Schule und Familie
Bibliographic Data
| ID | 20040135 |
|---|---|
| Authors | Susann Busse (Martin Luther University Halle-Wittenberg), Werner Helsper (Martin Luther University Halle-Wittenberg) |
| Year | 2008 |
| Pages | 469-494 |
| Publication date | 2008-09-26 |
| Peer Reviewed | Yes |
| Open Access | No |
| Type | CHAPTER |
| Venue | Handbuch der Schulforschung (SOURCE_BOOK) |
| Publisher | VS Verlag für Sozialwissenschaften (PUBLISHER • DE) |
| DOI | 10.1007/978-3-531-91095-6_17 |
| OpenAlex | W1498760776 |
| ISBN | 9783531910956 |
| Language | EN |
| Citations received | 8 |
| References cited | 70 |
Familie und Schule stellen — zumindest über weite Strecken der Kindheit, in deren Verlauf die Bedeutung der Peers allerdings immer größer wird (vgl. die Beiträge von Breidenstein und Zinnecker in diesem Band) — die zentralen Lebensbereiche für Kinder dar. In der Familie werden im Rahmen der emotionalisierten und intimisierten Eltern-Kind-Beziehungen — die sich seit dem 18. Jahrhundert in frühbürgerlichen Milieus in der Ambivalenz kindzentrierter bzw. -orientierter Haltungen und einem pädagogisch kontrollierten Normalisierungs- und Disziplinierungsblick herausbilden (vgl. Ariès 1974; Foucault 1976, 2003) und im Verlauf des 20. Jahrhunderts zunehmend auch für andere Milieus und Lebenslagen relevant werden — die Grundlagen für den Individuationsprozess des Kindes gelegt. Hier werden die sprachlichen, die kognitiven, die sozialkognitiven bzw. interaktiven Kompetenzen aufgebaut, aber auch die emotionalen und motivationalen Haltungen in den Eltern-Kind-Interaktionen generiert, die für die Ausgestaltung der Beziehung zur sozialen und subjektiven Welt zentral werden. Mit diesen Voraussetzungen, die in der primären familialen Sozialisation und Erziehung erzeugt werden, trifft das Kind in Deutschland in der Regel im Alter von sieben Jahren auf die Anforderungen der Schule. Hier müssen Kinder nun in einem von der Familie mehr oder weniger stark abweichenden Handlungsfeld interagieren, das um die individuell zu erbringende Leistung und deren universalistische Bewertung zentriert ist, in dem die Kinder zusehends weniger als einzigartige, besondere Individuen in den Blick genommen werden. Sie stoßen vielmehr auf Anforderungen, sich in einer spezifi schen, eher distanzierten und weniger emotionalen Haltung in ihre „Rolle“ als Schüler einzufügen und diese auszugestalten. Daraus können für Kinder nicht nur Übergangsprobleme, sondern auch mehr oder weniger deutliche Spannungen zwischen dem schulischen und dem familialen Handlungsfeld resultieren. Damit teilen sich auch Schule und Familie nun die Zuständigkeit für das Kind und die weiteren Bildungsprozesse, wobei das „Arbeitsbündnis“ zwischen Eltern und Lehrern (vgl. Oevermann 2001) zu eher harmonischen, konfl ikthaften oder auch antagonistischen „Passungen“ führen kann (vgl. Kramer/Helsper/Busse 2001b)
Art · Humanities · Political science · Diverse Education Studies and Reforms · Philosophy · Sociology and Education Studies · Youth Substance Use and School Attendance
Die üffnung der Schule als soziale Schließung - zum Zusammenhang von generationaler Ordnung und Lernen
Sprachliche Bildung – Grundlagen und Handlungsfelder
Ambivalente Verstrickungen – elterliche Positionierungen im Schulkontext zwischen ökonomisierten Rationalitäten, Elternschaftsnormen und Machtverhältnissen
Häusliches Elend“ und „Familienersatz“
TatOrt“ Fußball-AG an einer Hauptschule – Räumliche und körperliche Praktiken von Mädchen
Jetzt gilt’s richtig ernst“ – Eine ethnografische Perspektive auf die Inszenierung des Schulbeginns
Familien als Akteure der Ganztagsschule
Empirische Forschung im Kontext Schule
Adolescents' worlds
Schulkultur und Schulmythos
Homework.
Constructing School Success
Contexts of Achievement
Parental Involvement and Students' Academic Achievement
Homework in the Home
Family factors and student achievement
Disparitäten der Bildungsbeteiligung und des Kompetenzerwerbs
Parents' Roles in Shaping Early Adolescents' Occupational Aspirations
Ethik und Protest
Familienerziehung im historischen Wandel
Die Soziologie der Generationenbeziehungen und der historischen Generationen aus strukturalistischer Sicht und ihre Bedeutung für die Schulpädagogik
Einflüsse sozialer und ethnischer Herkunft beim Übergang in die Sekundarstufe II und den Beruf
Familie und Bildung
Der Verhandlungshaushalt im Modernisierungsprozeß
Jugend und Familie
Familie geht zur Schule“
Familiäre Lebensverhältnisse, Bildungsbeteiligung und Kompetenzerwerb
Familie und Bildung
Familiäre Lebensverhältnisse, Bildungsbeteiligung und Kompetenzerwerb im nationalen Vergleich
Institutionelle und soziale Bedingungen schulischen Lernens
Jugendliche Lebenswelten und Schulentwicklung
Selektive Kontexte. Umwelten von Kindern und Erwachsenen in Ost- und Westdeutschland
Ökonomisches Kapital, kulturelles Kapital, soziales Kapital
Jugendliche in Japan und Deutschland
Jugendliche Außenseiter
Adolescents' daily lives and parental attitudes toward the school
Bildungserfolg und Migration
Pädagogische Generationsbeziehungen
Handbuch Kindheits- und Jugendforschung
Bildungserfolg und Migration
Ethik und Protest
Jugendliche Lebenswelten und Schulentwicklung
Klassenlage und Bildungsentscheidungen
Familiale Lebenswelten und Bildungsarbeit
Forum qualitative Schulforschung 2
Das Individuum und seine Familie
Teenie-Welten
Gesellschaften im Umbruch
Schule zwischen Effektivität und sozialer Verantwortung
Stichwort
Entwicklungspsychologie des Jugendalters
Handbuch der Jugendforschung
Wandel der Schulkultur
Handbuch Kindheits- und Jugendforschung
Schulkultur und Schülerbiographien
Entwicklungspsychologie des Jugendalters
Unpacking Authoritative Parenting
| Unique citing works | 8 |
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| Citations per year | 0,44 |
| Citation span | 2008 - 2022 (15) |
| Citation velocity | historical |
| Highly cited | No |
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